Spurensuche im „Märkischen“

24.02.13

Am 27. Februar 1943 wurden die letzten in Hamm lebenden Juden in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Am kommenden Dienstag, dem 70. Jahrestag dieser dritten Deportation, wird die Ausstellung „Gegen das Vergessen – Spurensuche jüdischen Lebens in Hamm" im Foyer des Märkischen Gymnasiums Hamm um 11.45 Uhr eröffnet.

Die AG Stolpersteine der Friedensschule Hamm und das Stadtarchiv dokumentieren dort auf 20 Tafeln das Schicksal jüdischer Familien, außerdem von drei Geistlichen und zwei politisch Verfolgten im Hamm des Nationalsozialismus. Seit 1997 erinnert der Kölner Künstler Gunter Demnig an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Inzwischen liegen diese „Stolpersteine" in über 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. Seit 2008 werden
„Stolpersteine" auch in Hamm verlegt. Die Schüler der Friedensschule erforschen seit 2009 die Ausgrenzung und Verfolgung der späteren Opfer des NS-Regimes in Hamm. Dank vieler Spenden konnten bereits 61 Stolpersteine für Menschen aus Hamm verlegt werden. ■ Foto: Szkudlarek

Quelle: WA-Sonntagsblatt, 24.02.2013