Schokolade aus fair gehandelten Zutaten

Projekt bereitet Schülern der Klassen 5 a und 5 b des Märkischen Gymnasiums viel Freude

08.01.13Schüler des Märkischen Gymnasiums stellten Schokolade aus fair gehandelten Waren her ■ Foto: pr

HAMM-WESTEN ■ Die Klassen 5a und 5 b des Märkischen Gymnasiums haben ihre Klassenraume in kleine Konditoreien verwandelt. Tische wurden herum geschoben und Kochstationen im Raum verteilt, um einen Kindheitstraum wahr werden zu lassen: Schokolade selbst herstellen.

Zu Hilfe kamen den 50 Schülern dabei mit Tristan Poth und Leonard Kubiak nicht nur zwei ihrer Klassenpaten sowie mit Anne Krimpenfort und Kathrin Silies zwei tatkräftige Referendarinnen, sondern vor allem auch Konditormeister Friedrich Teigmann sowie Politiklehrer Jens Möller als Initiator und Birgit Hüwe als Ausbilderin der Klassenpaten. Das Ganze fand im Rahmen eines Unterrichtsvorhabens zum Thema „Fairer Handel am Beispiel von Schokolade" statt.
Nachdem die Schüler anhand eines Simulationsspiels die Ungerechtigkeit der Bezahlung der Kakaobauern „am eigenen Leib" erfahren hatten, war der 3-Sat-Beitrag „Schuften für Schokolade" noch einmal schockierend: Dort erfuhren die Schüler einiges über Kinderarbeit auf Kakaoplantagen und über der Einsatz von Kindersklaven.
Auch von Kakaobauern, die trotz täglicher Arbeit kein Geld für ärztliche Behandlungen haben, war die Rede, ebenso von Kindern der Kakaobauera, die noch kein einziges Stück Schokolade in ihrem Leben gegessen haben.
Das Angebot, nach der Schule Schokolade aus fair gehandelten Zutaten herzustellen, wurde sofort von den Fünftklässlern aufgenommen. Doch bevor die süße Köstlichkeit hergestellt wurde, mussten unterschiedliche Schokoladen erst einmal verkostet werden: Wie viel Kakao steckt wohl in Milchschokolade und in Edelbitter? Hat weiße Schokolade überhaupt noch den Namen verdient? Der Konditormeister hatte zur Freude der Anwesenden nicht nur Kakaoschoten, sondern auch genügend Schokolade jeder Sorte dabei. Danach ging es an die Herstellung der eigenen Schokolade: Gemischt, gerührt und nicht zu stark erhitzt, bildete sich die gewünschte braune Masse. Nach dem Abschmecken wurden die guten Stücke von einigen noch in (Traube-) Nuss oder Kokosschokoladen verwandelt und gut gekühlt, so dass die Eigenkreationen mit nach Hause genommen werden konnten. ■ WA

Quelle: WA, 08.01.2013