Hammer Schullandheim beschädigt

Wasserschaden, aber Hoffen auf ein blaues Auge

070213Der betroffene Fensterbereich des Lehrerzimmers am Haus am Meer. - Foto: pr

HAMM - Schwer beschädigt wurde in der Nacht zu Freitag vom Orkantief "Xaver" das "Haus am Meer", das Hammer Schullandheim auf der Nordseeinsel Wangerooge. Der gewaltige Druck der Orkanböen drückte ein Fenster des Lehrerzimmers ein. Die Sturmflut riss wenig später einige der schützenden Bohlen vor dem Gebäude weg - Meerwasser drang ein.

"Wie es sich im Moment darstellt, sind wir wohl noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen", sagte am Abend Herbert Herden, Geschäftsführer des Vereins der Freunde des Schullandheimes Märkisches Gymnasium e.V. Er gehe davon aus, dass das Programm wie geplant weiterlaufen könne. Sobald die Insel wieder zu erreichen sei, werde der Vorstand anreisen, um ein Bild von den Schäden zu machen.

"Das Mobilar im Lehrerzimmer ist zerstört und im Keller hatten wir massiven Wassereinbruch", sagte Wirtschafter Henning Neuhaus. In der dort gelegenen Küche sei das Wasser durch die Decke gerieselt. Das ganze Schadensausmaß könne er noch nicht ermessen.

Zum Beispiel könne auch die Elektrik in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Am Montag erwarte er einen Sachverständigen. Dann werde man weitersehen. Unklar war am Freitag damit auch, ob ein für Silvester geplanter Törn mit 55 Teilnehmern aus Hamm stattfinden kann.

Organisator René Kunsleben sagte auf WA-Anfrage, dass nach seinen Informationen voraussichtlich nur das Lehrerzimmer nicht genutzt werden könne. Bei einem nächtlichen Einsatz sicherte die Freiwillige Feuerwehr Wangerooge das leck geschlagene Gebäude mit Sandsäcken. Außerdem wurden das eingedrückte Fenster sowie die übrigen Fenster des Lehrerzimmers mit Holztafeln gesichert. Die Nacht über hielt Henning Neuhaus Wache.

"So heftig hatten wir das hier noch nicht", sagte Neuhaus über das wütenden Orkantief Xaver. Zusammen mit seiner Frau bewirtschaftet er das "Haus am Meer" bereits seit 1999. Erst vor vier Wochen hatte ein anderer Sturm das Dach des Hauses schwer beschädigt und eine Antennen-Anlage abgerissen (WA berichtete). dfb

WA vom 07.12.2013