„Zirkeltraining“ für Mathe-Asse

Der Mathe-Zirkel hat sich als Treffpunkt für engagierte Mathematik-Schüler etabliert

Von Verena Werner
HAMM - Der „Mathezirkel" veranstaltete am Dienstag das vierte Treffen für Schüler und Schülerinnen, die sich für das Fach Mathematik interessieren. Thema des Workshops war „Wie viel Strom wird morgen gebraucht?".

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In lockerer Runde beschäftigen sich die Schüler mit mathematischen Fragestellungen. - Foto: Wiemer

Unter der Leitung von Florian Rösner, Vorstandsmitglied des Landesverbandes Mathematikwettbewerbe NRW, und Cristian Nyisztor, Mathematiklehrer des Märkischen Gymnasiums, fanden seit Herbst des vergangenen Jahres in regelmäßigen Abständen „Mathezirkel" statt. Ein Mathezirkel gliedert sich in je drei Doppelstunden. In zwei Doppelstunden lehrt Cristian Nyisztor die engagierten Schüler in der Theorie und bespricht Themen wie Geometrie oder Stochastik. In der letzten Doppelstunde werden Fachreferenten eingeladen, die etwas aus ihrem praktischen Berufsleben erzählen. Wie Rolf-Dieter Benfer von der RWE Essen am Dienstag. Er sprach von seinem beruflichen Alltag, der in Verbindung mit Energiebedarf und -verbrauch steht. Im Vortrag wurde erklärt, wie man Vorhersagen über den Stromverbrauch mithilfe von Parametern berechnen kann. Angeboten werden die „Mathezirkel" für Schüler und Schülerinnen der Stufen neun bis 13, die bereits an der „Matheolympiade" teilgenommen haben. Die meisten von den zwölf Teilnehmern am Dienstag sind in einem Mathe-Leistungskurs und wollen auch nach dem Abitur etwas machen, das mit Mathematik zu tun hat. Doch auch für die Schullaufbahn können die Workshops des Mathezirkels nützlich sein. „Ich bin zurzeit in der 9. Klasse und denke, dass mir die Workshops in der Oberstufe Vorteile bieten könnten", erklärt ein Schüler.
Zum einen soll der Mathezirkel eine Ergänzung zur Mathe-Olympiade sein. Doch das Ziel ist in erster Linie die Förderung von engagierten Schülern und Schülerinnen. „Mathematik wird in vielen verschiedenen Bereichen benötigt. Das ist vielen nicht bewusst.", erläutert Veronika Gorschlüter, „Zukunft durch Innovation"-Koordinatorin in Hamm. Ihr ist bewusst, dass Fachkräfte in Zukunft fehlen werden, da die Begeisterung für naturwissenschaftliche und technische Berufe fehlt. Sie sieht Projekte wie den „Mathezirkel" als Initiative, um Ideen anzuregen und die Schüler für Mathe zu begeistern.
Für das kommende Schul-jahr sind weitere Veranstaltungen im „Mathezirkel" geplant. Möglichkeiten bieten das St.-Franziskus-Berufskolleg sowie die Hochschule Hamm-Lippstadt und das Märkische Gymnasium.

Quelle: WA vom13.6.2013