Glaubens- und Lebensfragen

„Religiöse Schulwoche" am Märkischen Gymnasium / Rund 200 Schüler nehmen teil

080214200 Schüler und 14 Gruppen: die religiöse Schulwoche in der Einführungsphase (Klasse 10) des Märkischen Gymnasiums hatte einiges zu bieten. - Foto: Zimmermann

HAMM-WESTEN - Einen etwas anderen Schultag erlebten die rund 200 Schüler der Ein- führungsphase (Klasse 10) des Märkischen Gymnasiums in der abgelaufenen Woche: Für jeweils zwei Unterrichtsstunden am Tag hatten sie wäh- rend der „Religiösen Schulwoche" die Möglichkeit, über Lebens- und Glaubensfragen nachzudenken und ihr eigenes Leben zu reflektieren.

Begleitet wurden sie dabei von den jeweiligen Fachabteilungen der Evangelischen Kirche von Westfalen und des Erzbistums Paderborn. Auch ein Großteil der muslimischen Schüler habe die Angebote besucht, berichtete Pfarrerin Angelika Ludwig.

Zusammen mit acht Lehramtsstudenten aus Paderborn, Münster und Siegen begleitete Ludwig die 14 Gruppen, die auf unterschiedliche Art und Weise an das Thema herangingen – mal spielerisch, mal kreativ, mal durch intensives Diskutieren. „Jede Gruppe hatte dabei ihre eigeen Schwerpunkte."
Die religiöse Schulwochenarbeit versteht sich als offenes Gesprächsangebot der Schulseelsorge an die Schüler. Daher gab es keine vorher festgelegten Themen und keine Vorträge. Im Mittelpunkt standen vielmehr Fragen, welche die Schüler auf dem Hintergrund ihrer eigenen Lebenserfahrungen und Lebenserwartungen für wichtig hielten. „Es ging um die eigene Identität, um Werte, um ihre eigene Zukunft sowie um die Familie", schilderte die Pfarrerin. Aber auch Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Religionen sowie gesellschaftspoliti- sche Themen seien herausgearbeitet worden. Wichtig seien den Veranstaltern auch das Thema „Toleranz" sowie der respektvolle Umgang mit anderen Menschen gewesen. „Da der Impuls von außen kam und kein Notendruck herrschte, haben sich viele Schüler uns geöffnet", so die Pfarrerin.

WA vom 08.02.2014