„Lehrer sollten locker sein“

Schüler Robert Engbrecht und Lehrerin Katrin Möller über Klassenfahrten

270314

HAMM - Über das Thema Klassenfahrten sprach yourzz-Reporterin Svenja Gemein mit Robert Engbrecht (20), einem Schüler des Elisabeth-Lüders-Berufskollegs. Die Sicht eines Lehrers besprach yourzz-Reporterin Aycha Kalach mit Katrin Möller, Englisch- und Biologielehrerin am Märkischen Gymnasium.

 

 

 

Reiseziel: Wohin fährt man am besten und was ist der Albtraum?

Robert: Am besten ist es am Sandstrand mit schönem, blauem Wasser, heißer Sonne und einem kühlen Getränk in der Hand, da kann man auch mal entspannen. Am schlimmsten ist es in lauten Großstädten mit viel Verkehr und besoffenen Touristen.

Katrin Möller: Ich war bisher nur auf Wangerooge und das ist ein typisches Klassenfahrtsziel für das Märkische Gymnasium. Ich denke, dass es kein Albtraumziel gibt. Ein Albtraum wäre, wenn einem Schüler was passieren würde, das ist bei mir bisher nicht vorgekommen.

 Was muss gemacht werden und was sind absolute No-Gos auf Fahrten?

Robert: Spaß und gute Laune müssen unbedingt dabei sein. Ein großer Wasserpark oder eine Großraum-Diskothek dürfen für Jugendliche auch nicht fehlen. Langweilige Reisegruppen und -führer müssen nicht unbedingt sein, man kann auch auf eigene Faust die Straßen erkunden.

Katrin Möller: Man sollte immer in Bewegung sein und ein volles Programm haben, das Reiseziel erkunden, den Schülern aber auch genug Freizeit lassen. Sie müssen ausgepowert sein, damit sie am Abend müde sind und schlafen. Ein absolutes No-Go wäre, wenn es regnen würde und man nicht aus dem Haus kann. Ohne Plan sollte man auch nicht an das Ganze herangehen, man sollte vorher alles gut durchdacht haben und genau wissen, was auf dem Programm steht.

Spaßbremse Lehrer? Wie locker sollte man als Lehrer auf Klassenfahrt sein?

Robert: Man sollte als Lehrer auf jeden Fall so locker sein, wie man es selbst als Jugendlicher war und wie es einem eben möglich ist. Der Lehrer sollte auch mal das ein oder andere Getränk erlauben oder noch mittrinken. Jung und wild war jeder Lehrer schließlich ja auch einmal.

Katrin Möller: Da eine Klassenfahrt eine schulische Fahrt ist, muss man auch die Schulregeln berücksichtigen. Ich denke, gewisse Regeln braucht man und wenn alles gut läuft, dann kann man sie auch lockern. Spaß hat man dann, wenn alles gut geht und wenn keine Regel gebrochen wird. Denn dann ist man als Lehrer auch gut drauf und hat nichts zu meckern.

 WA vom 27. März 2014