Talentförderung im Käfig

Märkisches Gymnasium weiht rund 36 000 Euro teuren Soccer-Platz ein

10.09.2014.aZahlreiche Schüler waren zur Einweihung ihres „Fußball-Käfigs" erschienen.

HAMM-WESTEN  Für die Schüler des Märkischen Gymnasiums ist gestern ein lang gehegter Traum in Erfüllung gegangen: In Anwesenheit unter anderem von Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann wurde ein 20 mal 13 Meter großer Soccer- Platz, in Schülerkreisen auch „Fußball-Käfig“ genannt, eingeweiht. Allein der Platz hat rund 26000 Euro gekostet. Noch einmal knapp 10 000 Euro stellte die Stadt für die Herrichtung des Untergrunds bereit.

10.09.2014.bNeben dem OB tauchte bei der Einweihung ein weiteres bekanntes Gesicht auf: Michael Rummenigge, Bruder von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge und in 309 Spielen der Fußball-Bundesliga aktiv am Ball, war zusammen mit Arnd Schade in seiner Funktion als Geschäftsführer von Trendsport Rummenigge nach Hamm gekommen. Seine Firma hatte den Soccer-Platz zwischen der Sporthalle und dem Friedrich- Ebert-Park gebaut.

Überhaupt möglich wurde das Projekt aber erst durch die Schüler des Märkischen Gymnasiums. Sie waren es nämlich, die in mehreren Sponsorenläufen Geld für die Schulhofumgestaltung gesammelt hatten. Finanziell unterstützt wurde das Projekt zudem durch den Förderverein beziehungsweise den ehemaligen Caféteria-Verein der Schule sowie durch Einzelspenden, darunter die Volksbank Hamm, die Familie Hummels – die Eltern von Weltmeister Mats Hummels haben beide am MGH ihr Abitur gemacht – sowie durch Spenden ehemaliger Schüler. Auch die Abiturientia 2014, die durch Cedric Sporkert und Melissa Mankel vertreten wurde, hatte es sich nicht nehmen lassen, ihre alte Schule zu unterstützen. Sehr zur Freude von Lehrer Jan- Martin Ahl und dem kommissarischen Schulleiter, Herbert Herden, überreichten sie der Schule zehn Bälle. In seiner kurzen Ansprache bedankte sich Herden bei denjenigen, die durch ihre Spenden das Projekt „Fußballkäfig“ überhaupt erst möglich gemacht hätten. „Möge dadurch ein weiterer Grundstein für eine erfolgreiche Fußballerkarriere gelegt werden“, meinte er. Hunsteger-Petermann griff diesen Gedanken auf und lobte das Engagement der Schüler bei der Finanzierung des Platzes. Er zeigte sich zuversichtlich, dass sich dadurch auch weitere Wünsche der Schüler, so zum Beispiel eine Kletterwand, irgendwann realisieren lassen. Aber: „Gut Ding will Weile haben“, so der OB zum Abschluss. In den vergangenen Tagen wurde der Platz bereits im Rahmen des Sportunterrichts genutzt. Demnächst werde er auch, so Ahl, in den Pausen sowie für den Ganztagsbetrieb geöffnet. Neben Lehrern werden dann auch die Sporthelfer Aufsicht führen, so Ahl, der dabei ist, einen Plan für die Nutzung des Kunstrasenplatzes zu erstellen. In Kürze soll er ein Netz bekommen, das quasi als Dach dienen und verhindern soll, dass die Bälle in den Friedrich- Ebert-Park fliegen.  stg

WA vom 10.09.2014