Schule muss improvisieren

Sanierung der Märkischen Sporthalle zieht sich hin / Zehn Ausweichhallen

16102014HAMM-WESTEN  Die Fertigstellung der Märkischen Sporthalle, die eigentlich für die Herbstferien angedacht war, verzögert sich. Dies hat zur Folge, dass der Sportunterricht für die mehr als 1100 Schüler nach den Ferien in anderen Hallen, verteilt übers Stadtgebiet, stattfinden muss. Vor den Herbstferien war dies nicht erforderlich, da der Sportunterricht des Märkischen Gymnasiums draußen stattfinden konnte.

Mit Blick auf den nahenden Winter ist dies aber nicht mehr möglich. Wann die eigene Sporthalle wieder genutzt werden kann, ist noch offen. Wie Stadtsprecher Christian Strasen gegenüber unserer Zeitung sagte, werde derzeit ein neuer Bauzeitenplan erstellt. Der in Zusammenarbeit mit der Stadt, dem Märkischen Gymnasium und den anderen Schulen erstellte Hallenbelegungsplan hat aber erst einmal bis zu den Weihnachtsferien seine Gültigkeit. Dies bedeute allerdings nicht, dass die Märkische Sporthalle bis Ende des Jahres nicht zur Verfügung stehe, hofft Konrektor Herbert Herden, dass die Halle vielleicht Ende November/Anfang Dezember von Schülern und Vereinen wieder genutzt werden kann. Investition in Höhe von 3,6 Millionen Euro Insgesamt stehen dem MGH in den kommenden Wochen zehn Ausweichhallen zur Verfügung: Albert-Schweitzer-Schule, Elisabeth-Lüders-Kolleg, Falkschule, Ferdi-Hübner-Halle, Friedrich-Ebert-Realschule, Glückaufhalle, Geistschule, Johannesschule, Kopernikusschule sowie Parkschule. Bei den Hallen, die fußläufig nicht erreicht werden können, wird ein Pendelverkehr eingerichtet, der von der Stadt organisiert wird. Diese nannte als wesentlichen Grund für die Verzögerungen die unbeständige Witterungen der vergangenen Wochen. Durch die teilweise sehr starken Regenfälle sei es nicht nur bei den Dacharbeiten zu Behinderungen gekommen. Durch das offene Dach habe es teilweise auch in die Halle geregnet. Und auch hier habe man dann aus Sicherheitsgründen einige Bauarbeiten stoppen müssen. Dies habe dann ebenfalls zu Verzögerungen geführt, zumal man die eine oder andere Firma aufgrund anderer Aufträge habe abziehen müssen, so der Sprecher. Die jetzt laufenden Arbeiten betreffen die eigentliche Halle und das Dach. Andere Bereiche wie die Umkleidekabinen oder die sanitären Anlagen wurden bereits in früheren Bauabschnitten saniert. Unter anderem bekommt die im Jahre 1973 errichtete und in der Folgezeit intensiv für den Schul- und den Vereinssport genutzte Märkische Sporthalle derzeit eine neue Tribüne, einen neuen Hallenboden, eine neue Lüftungsanlage sowie neue Fenster. Nach Angaben der Stadt werden am Ende der mehrjährigen Sanierung rund 3,6 Millionen geflossen sein. Insgesamt geht sie davon aus, dass mit der Sanierung – vorbehaltlich der kontinuierlichen Bauunterhaltung – eine Verlängerung der Nutzungszeit um weitere 20 Jahre verbunden ist.  stg

WA vom 16.10.2014