Sporthalle bleibt dicht

Arbeiten an Märkischer Sporthalle dauern länger / Ziel: Fertigstellung Ende Januar

05122014HAMM-WESTEN.  Die Wiedereröffnung der Märkischen Sporthalle verzögert sich weiter. Hieß es ursprünglich, dass die Fertigstellung der Sanierungsmaßnahmen Ende der Herbstferien erfolgen soll, wurden dann Verzögerungen bis Mitte Dezember eingeräumt. Jetzt geht Stadtsprecher Tom Herberg von einem Termin Mitte oder Ende Januar aus. „Die großen Arbeiten sind erledigt, doch es stehen noch Restarbeiten an", ergänzt Herberg. Somit muss der Fahrdienst, der die 1 100 Schüler des Märkischen Gymnasiums zum Sportunterricht in andere Sporthallen transportiert, auch über den Jahreswechsel bestehen bleiben.

„Es ist nicht zu ändern, auf diese paar Wochen kommt es auch nicht an", reagiert Herbert Herden, stellvertretender Schulleiter des MGH, recht gelassen auf die weiteren Beeinträchtigungen. Der Fahrdienst würde ja gut funktionieren. „Die Schüler werden während der Pausen zu den anderen Hallen transportiert und wieder zurückgebracht", erklärt Herden die geringen Zeitverluste beim Unterricht. Auch für den Sport-Leistungskursus wäre dieser Umstand bis Ende Januar kein großes Problem. „Eine kleine Belastung für Lehrer und Schüler ist es aber schon", ergänzt der Konrektor, der die Schule kommissarisch leitet. Zunächst sollten die Arbeiten, die im Sommer begannen, bis zum Ende der Herbstferien abgeschlossen sein. Bis dahin konnte der Sportunterricht noch draußen stattfinden. Die wiederholt auftretenden Verzögerungen haben laut Herberg mehrere Ursachen. Die Arbeiten an der Dachkonstruktion verzögerten sich zum einen durch Lieferschwierigkeiten bei den Materialien, zum anderen mussten Dachteile statisch angepasst werden, obwohl vorherige Untersuchungen dies nicht vorhersahen. „Die starken Regenfälle im Sommer haben den Bauablauf ebenfalls verzögert", weiß Herberg. Es mussten kleinere Wasserschäden beseitigt werden. Weiterhin verzögerte sich auf Grund personeller Unterbesetzung der ausführenden Firma die Installation der Fußbodenheizung. Der Einbau mangelhafter Isoliermaterialien bei der Elektroinstallation führte dazu, dass die Firma das Material auf eigene Kosten austauschen musste. Aktuell werde die untere Tribüne eingebaut. Danach folgt der Aufbau des Prallschutzes und abschließenden Maler- und Elektroarbeiten. Ende Januar 2015 soll die Halle dann wieder für den Unterricht und für die Vereine, die ebenfalls unter Schließung leiden, freigegeben werden. Die Sanierung der Märkischen Sporthalle begann im vergangenen Jahr mit der Sanierung der Umkleiden und Sanitärräume. Seit dem Sommer wird die Halle im Innern samt Dachkonstruktion erneuert. Das Investitionsvolumen wird sich auf 3,6 Millionen Euro belaufen, sagt Herberg. Die Nutzungszeit soll sich dadurch um 20 Jahre verlängern.
jdw

WA vom 05.12.2014