Fit für Europa

Märkisches Gymnasium gewinnt bei Wettbewerb Reise ins Europaparlament

18122014HAMM-WESTEN. Ein Trio des Märkischen Gymnasiums hat bei einem Schülerwettbewerb des Europäischen Parlaments, der im Rahmen des Euroscola-Programms stattfand, eine Fahrt nach Straßburg mitsamt Übernachtung, Führung durchs Parlament, Simulation von Ausschussberatungen und einer Plenarsitzung im „richtigen" Plenarsaal gewonnen – und das alles für bis zu 24 Schüler. An dem Wettbewerb nahmen Jugendliche aus ganz Europa teil. Gefragt waren gute Ideen zu den Bereichen Arbeit, Wirtschaft, Europa in der Welt und Lebensqualität, die in Form einer Plakatkampagne mitsamt Begleittexten präsentiert werden sollten. Ermutigt und begleitet von ihrem Sozialwissenschafts-Lehrer Jens Möller, machten sich zwei Trios des Märkischen an die Arbeit.

Was sollte das Europäische Parlament tun, um die Zukunftschancen Jugendlicher zu verbessern? Wie kann das Europäische Parlament nachhaltig die Wirtschaft stärken – überall in Europa? Welche Verantwortung hat die EU global und was soll sie tun, um ihr gerecht zu werden? Was sollte das Europäische Parlament tun, um das Leben der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern? Das waren die mehr oder weniger konkreten Fragen, mit denen sich Annabelle Kaufhold, Elisa Godino und Jack Riesner sowie Anna Kleiböhmer, Greta Rockrohr und Karla Hültenschmidt beschäftigt haben. „Euroscola hat großen Spaß gemacht und dabei gleichzeitig den Wissenshorizont über Europa erweitert. Natürlich war es auch viel Zeit und Arbeit, die wir investiert haben, aber gelohnt hat es sich auf jeden Fall", resümierte Annabelle Kaufhold aus dem Gewinnerteam. Der kommissarische Schulleiter, Herbert Herden, gratulierte bei der Übergabe des Preises dem Trio, wünschte allen einen interessanten Tag in Straßburg und bedankte sich dafür, dass das MGH ab jetzt dem Europäischen Parlament bekannt sei. Gleichzeitig begann mit weiteren Interessierten aus der Oberstufe die Vorbereitung auf die Fahrt im April 2015: Für die Ausschusssitzungen wurden Arbeitsgruppen zu den Themen Umwelt und erneuerbare Energien, Migration und Integration, Entwicklungspolitik, Beschäftigung Jugendlicher, Informationsfreiheit und Bürgerkultur sowie die Zukunft Europas gebildet. Entspannt kann dann in den Weihnachtsferien recherchiert und sich gegenseitig informiert werden. Eine eigene Wiki-Seite ist bereits eingerichtet, so dass kaum zusätzliche Termine in der Schule notwendig sind. Zur Motivation, auch in den Ferien etwas zu lernen, äußert sich Möller: „Ich finde es total spannend, mit Jugendlichen aus ganz Europa an den Original-Schauplätzen, wo sonst europäische Politik gemacht wird, zu debattieren und die Entscheidungsfindung im Parlament zu simulieren." Freudig gespannt sind aber nicht nur die begleitenden Lehrer Katrin Stemper und Jens Möller, sondern auch die Teilnehmenden: „Eine tolle Art, Schülern Europa näher zu bringen", so Annabelle Kaufhold.

WA vom 18.12.2014