Vom Berufskolleg zum MGH

WA-GESPRÄCH. Florian Rösner zum neuen Direktor ernannt

310115.2HAMM-WESTEN. Florian Rösner wurde gestern von Elke Schlecht von der Bezirksregierung Arnsberg offiziell zum neuen Direktor des Märkischen Gymnasiums ernannt. Der 56-Jährige tritt damit die Nachfolge von Ursula Möhrle an, die zum Ende des Schuljahres 2013/14 in den Ruhestand verabschiedet worden war. Mit dem Pädagogen, der seinen Dienst in der kommenden Woche antreten wird, sprach WA-Redakteur Stefan Gehre.

Was hat Sie dazu bewogen, nach 25-jähriger Tätigkeit als Berufsschullehrer noch einmal auf ein Gymnasium zu wechseln?
Rösner: Vor 15 Jahren habe ich hier in Hamm die Matheolympiade aufgebaut. Dadurch hatte ich auch Kontakt zu den Hammer Gymnasien. Im Laufe der Jahre ist dann in mir der Wunsch gereift, an einem Gymnasium zu unterrichten.
Inwieweit kannten Sie das Märkische Gymnasium?
Rösner: Zum einen durch die Matheolympiade. Außerdem haben hier im Hammer Westen drei meiner fünf Kinder als Seiteneinsteiger ihr Abitur gemacht.       Was sind Ihre ersten Eindrücke von der Schule?
Rösner: Schon meine Vorgänger haben Weitsicht bewiesen. Ich denke da vor allem an die Quereinsteiger, die Integration sowie an den Ganztag. In den vergangenen Monaten habe ich sehr genau verfolgt, was an dieser Schule so alles passiert. Wir haben ein junges, innovatives und motiviertes Kollegium. Die Stimmung ist gut.
Welche persönlichen Ziele haben Sie sich als Leiter des größten Hammer Gymnasiums, an dem aktuell rund 1130 Schüler von 90 Lehrern unterrichtet werden, gesteckt?
Rösner: Zusammen mit dem Kollegium, den Schülern, den Eltern und weiteren Beteiligten möchte ich die Schule weiterentwickeln. Innovationen stehe ich offen gegenüber. Besonders wichtig ist mir, dass jeder Schüler, egal welche kulturelle oder soziale Herkunft er hat, die Chance erhält, den höchst möglichen Schulabschluss zu machen. Ich erinnere mich da an meinen Vater. Er war immer stolz darauf, dass er als Sohn eines Bergmanns das Abitur abgelegt hat.
Werden Sie als Direktor überhaupt noch die Möglichkeit haben, zu unterrichten?
Rösner: Das würde ich mir wünschen, vielleicht drei bis sechs Stunden in der Woche. Der direkte Kontakt zu den Schülern ist mir sehr wichtig.

WA vom 31.01.2015