MGH wirbt für Nachhaltigkeit

Zwei Projekte im Rahmen der Kampagne „Schule der Zukunft" präsentiert

19092015HAMM-WESTEN. Bei der Auszeichnungsfeier der Landeskampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit" für die Stadt Hamm und den Kreis Soest, die gestern im Märkischen Gymnasium (MGH) stattfand, war die Stadtteilschule für den Hammer Westen gleich mit zwei Projekten vertreten: Während die Lego-Robotik-AG das Modell einer Sortieranlage präsentierte, informierten Schüler des Fair-Trade-Moduls rund um das Thema „Fairer Handel".

Wie die zehn anderen gestern ausgezeichneten Schulen auch, hatte das MGH in den vergangenen drei Jahren Projekte im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung erarbeitet und umgesetzt. So wurde als Angebot im Rahmen des Ganztags die Lego-Robotik-AG der Jahrgangsstufen 8 und 9 ins Leben gerufen. „Neben Technik- und Spielbausteinen stehen uns auch spezielle Lego-Mindstorms-Robotik-Baukästen zum Bau und der Programmierung von Robotermodellen zur Verfügung", erklärte der zuständige Lehrer, Klemens Stehr. Zur Ausstattung gehörten unter anderem Sensoren, Motoren und ein Steuerungsblock. Und unter anderem die waren auch für den Bau der Sortieranlage zur Trennung und Wiederverwertung von Rohstoffen erforderlich. Statt Müll trennt das circa 30 mal 30 Zentimeter große Modell, das am MGH entwickelt wurde, helle und dunkle Legosteine beziehungsweise Glasperlen. Der Roboter wird lichtsensorisch gesteuert und ist somit in der Lage, unter Verwendung von Elektromotoren die „Rohstoffteile" eigenständig zu trennen. Die Anlage wurde so konzipiert, dass sie auch über einen längeren Zeitraum bestimmte Mengen an „Kleinmüll" selbstständig trennen kann. Wie Stehr berichtete, seien im Rahmen der AG aber auch die ökologischen und ökonomischen Notwendigkeiten einer Mülltrennung und -vermeidung thematisiert worden. „Wünschenswert wäre es zudem, wenn das Projekt gegebenenfalls mit dem Besuch einer Müllverbrennungsanlage verbunden werden kann. Auch die Thematisierung von Müllvermeidung und -beseitigung im Schulalltag und auf dem Schulgelände sind Anknüpfungspunkte, die dem Zweck der Erziehung zur Nachhaltigkeit dienen sollen", sagte er. Durch das Arbeiten in der Lego-Robotik-AG werden das selbstständige Arbeiten, die Entwicklung von Problemlösestrategien sowie Kreativität und Teamarbeit gefördert. Aus dem Politikunterricht ist das Fair-Trade-Modul der Klasse 6 entstanden, das bereits beim bundesweiten Wettbewerb „Global und lokal denken und handeln: Die Welt beginnt vor deiner Tür" ausgezeichnet wurde. Ebenfalls im Rahmen des Ganztags hatten sich die Schüler mit dem fairen Handel am Beispiel von Schokolade sowie mit der Produktion von Kleidung befasst. Dabei waren sie auch auf die schlechte Behandlung und Bezahlung der Arbeiter, darunter auch Kinder, in vielen Produktionsländern gestoßen. Man habe, so Lehrer Jens Müller, eng mit Swantje Faulenbach und dem Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung (FUgE) zusammengearbeitet und einen multimedialen Informationsstand entwickelt. „Denn den teilnehmenden Schülern war es wichtig, auch ihre Mitschüler über das Thema zu informieren", so Möller. Es seien Plakate, Flyer, Podcasts und ein Film erstellt worden. Zudem hätten die Schüler ein Quiz entwickelt und fair gehandelte Produkte präsentiert. Auch in diesem Schuljahr werde das Fair-Trade-Team des Märkischen Gymnasiums über die Ergebnisse seiner Arbeit informieren.

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WA vom 19.09.2015