Kooperation vereinbart

Märkisches Gymnasium und SRH Hochschule unterzeichnen Vertrag

07112015HAMM-WESTEN.  Ein gutes halbes Jahr ist es nun her, dass Studenten der SRH Hochschule mit Schülern des Märkischen Gymnasiums einen Wetterballon 27 Kilometer hoch bis in die Stratosphäre haben aufsteigen lassen und die gesammelten Daten anschließend wissenschaftlich untersuchten. Die Zusammenarbeit klappte so gut, dass es weitere gemeinsame Projekte geben wird und die Vertreter von Schule und SRH gestern einen Kooperationsvertrag unterzeichneten.

„Nach dem Projekt mit dem Wetterballon haben wir uns mit der SRH Hochschule ausgetauscht. Und da kam die Idee auf, auch künftig zu kooperieren", erklärte Florian Rösner, Schulleiter des Märkischen Gymnasiums. Gemeinschaftliche Projekte fortzuführen ist aber nur einer von insgesamt vier Aspekten, die in dem Vertrag festgehalten sind. „Wir wollen außerdem den gegenseitigen Austausch fördern", so Rösner. Ein Anfang wurde dabei schon gestern gemacht: Joachim Opitz, Rektor der SRH Hochschule, sprach vor rund 200 Schülern der Oberstufe und stellte die Hochschule und ihre Studienangebote vor. Als dritten Aspekt des Kooperationsvertrags stellten die Vertreter der beiden Einrichtungen die Möglichkeit einer Teilnahme von Schülern an Studienseminaren der Hochschule vor. „Sie können an ganz normalen Kursen teilnehmen und dabei bereits Scheine und Credit Points für ihr späteres Studium erwerben", sagte Opitz. Möglich ist dies als Präsenzsowie als Fernstudium. Und: Eine Altersbeschränkung gibt es nicht, wie Schulleiter Rösner unterstrich. Der vierte Bereich umfasst den Austausch von Lehrenden. So sollen etwa Dozenten der SRH Hochschule Unterricht am Märkischen Gymnasium geben. Von der Zusammenarbeit erhoffen sich beide Seiten einen Vorteil. „Die Schüler sind die künftigen Studenten", sagte Schuldezernent Markus Kreuz. Denn: „Wir wollen damit auch unseren Bekanntheitsgrad erhöhen", fügte Opitz zu. Andererseits sollen auch die Schüler des Märkischen von der Kooperation profitieren. „Sie ermöglicht ihnen eine Art Initialzündung, da kann es ,Click' machen", meinte Rösner. Die Jugendlichen könnten schließlich durch die praktischen Erfahrungen an der Hochschule ihren Studien- oder Berufswunsch entdecken. Aus diesem Grund ist auch vorgesehen, dass die Schüler nicht nur Kurse an der SRH besuchen, sondern dort auch Praktika machen sollen. Im Rahmen der Vertragsunterzeichnung stellte Schulleiter Rösner bereits die nächste gemeinsame Aktion mit der SRH vor. „Es wird ein Folgeprojekt sein, bei dem es sich auch wieder um Ballons dreht", sagte er. Ab März würden die Schüler und Studenten dann „die Ergebnisse des Projekts aus diesem Jahr nutzen, um das Ganze zu perfektionieren", so Rösner.

WA vom 07.11.2015