„Die Anspannung beim Schach ist extrem"

Bjarne Leyking (16) nimmt das Königsspiel sportlich

190516HAMM ■ Schach soll ein Sport sein? Niemals! So denken die meisten Leute. Der 16-jährige Bjarne Leyking. Schüler des Märkischen Gymnasiums, teilt diese Ansicht nicht. Er findet, dass Schach sehr wohl als Sport angesehen werden kann. Wieso er diesen Denksport so faszinierend findet, erklärt er yourzz-Reporterin Emely Kolodziej im Interview.


Seit wann spielst du Schach?
Bjarne: Seit acht Jahren. Damals haben mir bei einem Kuraufenthalt auf Langeoog ein paar ältere Jungs dies beigebracht. Richtig erlernt habe ich es allerdings erst wieder zu Hause in einem Schachklub in Pelkum und in der Schach-AG meiner damaligen Grundschule.
Was macht dir daran so viel Spaß?
Bjarne: Ich finde das Spiel an sich sehr spannend, weil jeder Zug die Spielsituation verändert und man so gezwungen ist. seine eigene Strategie zu verfolgen.
Wieso bist du der Meinung, dass ausgerechnet Schach ein Sport sei?
Bjarne: Schach gehört zum Denksport, wie das Wort schon sagt, einer Sportart. Die Partie an sich zerrt durch die Anspannung extrem an den Nerven. Somit ist es unheimlich anstrengend, unter anderem weil man in kurzer Zeit möglichst schnell und effektiv denken muss. Nachher ist man auch echt fertig.
Was macht Schach als Sport für dich so einzigartig?
Bjarne: Das ständige konzentriert sein, das erneute Umdenken nach jedem Spielzug und die Versuche, dem Gegner immer einen Schritt voraus zu sein. Das sind die Dinge. die mir am Schach einfach gefallen. Zudem muss man immer zu hundert Prozent bei der Sache sein.
Hast du schon an Turnieren teilgenommen?
Bjarne: Ja. schon öfter. Von der Schule aus habe ich an Stadtmeisterschalten teilgenommen. Aber auch bei internen Schachklub-Turnieren habe ich schon mal Erfolge erzielen können.