Das Talent in die Wiege gelegt

MGH präsentiert Werke von Rebecca Camen

210516HAMM-WESTEN - Nein, viel beibringen habe sie ihr nicht mehr können. „Lediglich den einen oder anderen Anstoß konnte ich noch geben", sagte Ulrike Jost-Westendorf im Rahmen der Finissage mit Werken von Rebecca Camen. Das Talent zum Malen sei ihr in die Wiege gelegt worden, so Jost-Westendorf, die als Kunsterzieherin am Märkischen Gymnasium arbeitet.


Voll des Lobes war auch Schulleiter Florian Rösner. An seiner Schule gebe es viele Talente – und das nicht nur im Sport, sagte er zu Rebecca Camen, die bis vor kurzem die Q2 besucht hat. Nach ihrem Abitur will sie die Sommerakademie der Hammer Künstlerin Grazyna Maniecka-Gawel besuchen und im Herbst ein Praktikum in der Otmar-Alt-Stiftung absolvieren. Danach möchte sie Design/Illustration studieren.
Das Zeichnen habe in ihrem Leben schon immer eine große Rolle gespielt, verrät die 17-Jährige. Sie sei daher sehr dankbar, dass man ihr die Möglichkeit gegeben habe, ihre Bilder auszustellen. Ihre bevorzugten Motive sind Porträts und die realistische Darstellung von Menschen.
Und die beherrscht sie nahezu perfekt, wie die Besucher der Ausstellung im Märkischen Gymnasium erfahren konnten. Es habe von vielen Seiten Lob gegeben, sagte Rösner. Seine Kollegin stellte anschließend einige der zehn ausgestellten Werke vor. Rebecca Camen habe verschiedene Techniken verwendet, ohne dabei einen Hauch Ausdrucksstärke zu verlieren. „Mir war es eine große Freude, so ein Talent im Kunstunterricht zu haben", so Jost-Westendorf. Schon im Alter von zwei Jahren habe Rebecca Camen gemalt. Später habe sie mit Unterstützung ihrer Familie Museen besucht, Praktika gemacht und sich an der Thomaskirche engagiert.

WA vom 21.05.2016