Energie durch Muskelkraft

Fünf Schulen beteiligen sich am Wettbewerb von HSHL und Wirtschaftsförderung

230616aHAMM ■ Die Sophie-Scholl-Ge­samtschule ist Sieger des 3. Energiewettbewerbs der Ham­mer Schulen. Die Gesamtschüler setzten sich am Dienstag im Technikum der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) gegen vier andere Schulen durch. Sie nahmen ein Preisgeld von 250 Euro mit nach Hause.

„Energie durch Muskelkraft" war das Thema, dem sich Schüler ab der siebten Klasse widmeten. Sie entwarfen Ver­suchsaufbauten, mit denen sie elektrische Energie durch die Muskelkraft eines Men­schen erzeugten. Die Wettbe­werbsidee kam von Prof. Dr.-Ing. Olaf Goebel, der an der HSHL Energietechnik lehrt, und sein Kollege Prof. Dr. Hol­ger Krakowski-Rosen, der für angewandte Sportwissenschaften zuständig ist. Geför­dert wird der Wettbewerb durch das Zentrum „Zukunft durch Innovation Nordrhein-Westfalen", die Wirtschafts­förderung Hamm (WFH), den Unternehmensverband West­falen-Mitte (UVWM) und den Verein Gesundheitsstandort Hamm.

Sieger und Preise gab es beim Wettbewerb in mehre­ren Kategorien. Zunächst ging es darum, ordentlich in die Pedale zu treten. Im Be­reich „Leistung" hatte die Konrad-Adenauer-Realschule mit einem umgebauten Rennrad die besten Werte vorgelegt. Nach einem tech­nischen Defekt reichte es dann aber nur noch für den zweiten Platz hinter der Sophie-Scholl-Schule, die mit ei­nem Liegefahrrad antrat. Die Schüler aus Berge und Bock-um-Hövel wurden jedoch mit der gleichen Siegprämie be­dacht.

Doch nicht nur die reine Leistung zählte. Das Märki­sche Gymnasium hatte das Prinzip Fahrrad für seine Energiemaschine beiseite ge­schoben und aus Holzele­menten eine Art Ruderma­schine gebaut, mit der mög­lichst viele Muskelpartien in den Bewegungsablauf einge­bunden wurden. Eine Jury aus Vertretern von Arbeits­agentur, HSHL, Schuldezer­nat, UVWM und WFH er­kannte den Schülern dafür ei­nen mit 200 Euro dotierten Preis für die beste Ergonomie zu.

Das Beisenkamp-Gymnasi-um wurde für den innovativs­ten Versuchsaufbau ausge­zeichnet. Den Schüler aus Hamm-Süden gelang es bei ihrer Energiemaschine durch Verlagerung des Körperge­wichtes die Kettenspannung individuell zu regulieren. Ei­nen Anerkennungspreis er­hielt die Friedensschule, de­ren Team ebenfalls beachtli­che Ergebnisse attestiert wur­den. Mit dem Wettbewerb soll das Interesse der Schüler für die so genannten Mint-Fä-cher Mathematik, Informa­tik, Naturwissenschaften und Technik geweckt werden. Da­bei sei die Zusammenarbeit im Team gefordert, so Goe-bel. Davon profitierten auch die Ingenieurinnen und Inge­nieure von morgen. ■ jf

WA vom 23.06.2016