Aufbruch zu neuen Horizonten

Künstlerin Melanie Kalb gestaltet Jahresgabe für die Abiturienten des Märkischen Gymnasiums

230616bHAMM-WESTEN • Es war die Idee des damaligen Kunster­ziehers Erich Lütkenhaus, den Abiturienten des Märki­schen Gymnasiums als An­denken an die Schule eine Jahresgabe in Form einer künstlerischen Arbeit zu überreichen. Seit der Premie­re zu Beginn der 1980er-Jah-ren haben sich viele namhaf­te Künstler an diesem in Deutschland fast einmaligen schul- und kunstpädagogi­schen Projekt – finanziert wird es vom Förderverein der Schule – beteiligt, darunter Otmar Alt, Jockel Reisner, Günther Uecker, Timm Ul­richs sowie Horst Rellecke. In diesem Jahr kommt die Jah­resgabe von der Hammer Künstlerin Melanie Kalb.

Das Original, das in ihrem Atelier im Martin-Luther-Viertel entstanden ist, kann – neben vielen anderen Jahres­gaben – in der Galerie des Märkischen Gymnasiums be­staunt werden. Die von ihrer Arbeit angefertigten Drucke hat Kalb alle unterschrieben. Bei rund 160 Abiturienten habe sie einiges zu tun ge­habt, so die Künstlerin.

In ihrem Werk sind vier jun-ge, selbstbewusste Menschen unterschiedlicher Herkunft zu sehen, die vor dem „Auf­bruch in neue Horizonte" ste­hen und die sich fragen, was jetzt kommen wird. Passend dazu sind im Hintergrund Bauwerke wie das Branden­burger Tor zu sehen – Bau­werke, die die jungen Men­schen in die Metropolen lo­cken. „In Luft und Bildmitte runden Schlagwörter wie ,Fa­milie' und ,Karriere', ,Freun­de' und ,Abitur' die Komposi­tion ab.

Und immer wieder ist das Wort ,Zukunft' zu lesen, die vorherzusagen sich Men­schen in nahezu allen Kultu­ren der Welt fernab irgend­welcher Trends seit jeher be­mühen", erklärt Mathias Fleischmann, Lehrer am MGH, in seiner Beschreibung des Bildes. Das Aquarell von Melanie Kalb strahle mit sei­nem Gelb Optimismus, Fri­sche und Lebenskraft für den Aufbruch zu neuen Horizon­ten aus. Ihr Werk mache Mut: „Ja, wir alle können von der Zukunft träumen und sind dazu aufgefordert, sie mitzu-gestalten." • stg

WA vom 23.06.2016