„Wir sind eine bunte Schule“

Märkisches Gymnasium wirbt während Projektwoche für Respekt, Toleranz und Courage

08072016HAMM-WESTEN. Die Vielfalt der Welt spiegelt sich gut am Märkischen Gymnasium wider. Aktuell werden dort Kinder und Jugendliche aus fast 30 Nationen unterrichtet. Um ein klares Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen, engagiert sich das MGH daher seit Februar 2012 als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage".

So lautete auch das Motto der Projektwoche, die gestern mit der Präsentation der Ergebnisse endete. Man habe, so Schulleiter Florian Rösner, durch die Arbeit am Thema die Schüler auf eine multikulturelle Welt vorbereiten und ein Zeichen für Toleranz und Respekt anderen gegenüber setzen wollen.

„Und das ist uns auch gelungen", sagte er nach dem Rundgang, der ihn zu rund 30 Workshops führte. Ähnlich äußerte sich Claudia Cremer als Leiterin der AG „Schule ohne Rassismus –Schule mit Courage". „Wir sind eine bunte Schule", so Cremer, die zusammen mit ihren Kollegen Cornelia Böving, Carolin Robeck, Katrin Stemper sowie dem Studienreferendar Chris Hennig die Woche vorbereitet hatte. Ein Teil der Einnahmen gehe an ein Flüchtlingsprojekt. Während der drei Tage konnten die Schüler zum Beispiel Spiele und Märchen aus aller Welt sowie verschiedene Religionen kennenlernen. Andere haben sich auf die Spuren von sieben jüdischen Schülern begeben, die während der NS-Zeit das Gymnasium verlassen mussten. Dabei haben sie den Bogen auch in die Gegenwart gespannt und dargelegt, was sie heute unter Rassismus verstehen – zum Beispiel wenn Schüler wegen einer Behinderung oder „falscher" Kleidung gemobbt werden. Zudem war es den Schülern möglich, ihre Heimatstadt zu erkunden, TShirts und Taschen zu gestalten, mit Gästen aus Nicaragua zu sprechen, international zu kochen, Theater zu spielen, zu musizieren und sich – ganz im Sinne des Teamgeists – sportlich zu betätigen. Auch Rassismus im Alltag sowie im Fußball waren Schwerpunkte der Arbeit. Die Projektwoche wurde in einem Video-Workshop, unterstützt vom Medienzentrum der Stadt Hamm, dokumentiert. Ein deutlich sichtbares Zeichen gegen Rassismus haben die Schüler auch durch die Gestaltung der Säulen in der Pausenhalle gesetzt. Sie wurden mit Gedanken wie „Offenheit", „Solidarität", „Respekt" und „Courage" bemalt.

WA vom 08.07.2016