Vielfalt der Kulturen

Bunter Tag zum Einstieg in die Oberstufe am Märkischen Gymnasium

270816HAMM-WESTEN. Das Märkische Gymnasium ist bunt. Schüler aus vielen Nationen lernen hier zusammen – so auch in der Einführungsphase (EF). Sie ist die erste Jahrgangsstufe, in der die Klassenverbände aufgelöst werden. Es ist aber auch der Jahrgang, der eine große Zahl Quereinsteiger aus dem gesamten Stadtgebiet aufnimmt. Damit diese sich kennenlernen und mehr zum Thema „Vielfalt der Kulturen" erfahren, fanden zum zweiten Mal „Interkulturelle Einführungstage" statt.

Insgesamt besteht die EF des Märkischen Gymnasiums in diesem Schuljahr aus 185 Schülern. Zu den 120 „eigenen" kommen 65 Quereinsteiger. Für sie alle gab es in den vergangenen drei Tagen verschiedene Workshop-Angebote. Präsentiert wurden die Ergebnisse gestern Mittag in der Aula. Für Schulleiter Florian Rösner sind die „Interkulturellen Einführungstage" von großer Bedeutung. Die Jugendlichen hätten hier die Möglichkeit, ihre Mitschüler auch als Menschen näher kennenzulernen. Dabei habe man auch die eigenen Schüler im Blick. „Da sie in den vergangenen fünf Jahren fast ausschließlich im Klassenverband unterrichtet wurden, kennen sich viele kaum." Ein dickes „Danke" schickte Rösner an die Schulsozialarbeiterin Ulla Sickmann sowie an die beiden Lehrerinnen Birgit Hüwe und Katrin Stemper, die die Einführungstage organisiert haben. Zudem bedankte er sich bei den Workshopleitern, die als außerschulische Kooperationspartner das Projekt unterstützt haben. Unter anderem Künstler, Theaterpädagogen sowie Mitarbeiter des Evangelischen Kirchenkreises, des Medienzentrums Hamm und des Jugendzentrums „Casino" waren dabei im Einsatz. Im Jugendzentrum zum Beispiel fand ein interkulturelles Training statt. „Burkaverbot oder Boateng als Nachbar?!" lautete das Thema eines weiteren Projekts. Und an der Lutherkirche habe sich eine Gruppe mit Streetart-Symbolen gegen Rassismus befasst, sagte Rösner. In den einzelnen Workshops sei es vor allem um die Fragen gegangen, wie jeder einzelne Fremdheit wahrnehme und wie man Rassismus erkenne. Am Ende der drei Tage zogen Rösner und alle Beteiligten ein positives Fazit der „Interkulturellen Einführungstage". „Wir sind eine internationale Gesellschaft." Allein am Märkischen Gymnasium werden Schüler unterschiedlicher Kulturen aus weit über 20 Nationen unterrichtet. „Dann ist es wichtig, dass man sich kennt und voneinander weiß, bevor man gemeinsam lernt."

WA vom 27.08.2016

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