Spezieller Botschafter

Hamms Wahrzeichen auf der Nordseeinsel Wangerooge vor dem „Haus am Meer"

01102016.1HAMM. Das Wahrzeichen der Stadt Hamm, der Elefant, hat es jetzt auch auf die ostfriesische Insel Wangerooge verschlagen. Seit einigen Tagen ist das in der Lippestadt so beliebte Rüsseltier nun in Form einer Großplastik als imposante Erscheinung vor dem Schullandheim „Haus am Meer" zu bewundern. Bis der Elefant aus Hamm sein neues Domizil beziehen konnte, waren aber einige Hürden zu meistern. Weil Bautätigkeiten auf der Nordsee-Insel im Sommer eingeschränkt sind, dauerte es etwas länger als ursprünglich geplant, bis die Fundament-Platte für den Dickhäuter aus Hamm fertiggestellt war, sagte Sportdezernent Markus Kreuz.

01102016.2Als die von Noel Kolominski, einem Schüler des Stein-Gymnasiums, und seiner Kunstlehrerin Saskia Cramer gestaltete Großplastik dann montiert werden sollte, fiel auf, dass es beim Transport Beschädigungen gegeben hatte. „In dem Zustand sollte die wetterfeste Decklackschicht nicht aufgebracht werden", sagte Kreuz. Also wartete man ab, bis die beiden Künstler anlässlich einer Klassenfahrt ohnehin auf Wangerooge weilten, um noch einmal zu Pinsel und Farbe zu greifen. Dann schließlich kam der Siegellack zum Einsatz und der Elefant konnte endlich seinen Standort mit Blick aufs Meer einnehmen. Den Rumpf des Tieres zieren Wangerooger und Hammer Motive. Die Wappen beider Städte sind zu sehen. An den Füßen findet der Betrachter die Logos der beiden Trägerschulen des „Vereins der Freunde des Schullandheims Haus am Meer", dem Märkischen Gymnasium und dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. „Nun haben wir einen ganz speziellen Hammer Botschafter an unserem Haus am Meer auf Wangerooge", sagte Vorsitzender Kai Henning. Darüber freuen sich ganz besonders Waltraud und Uwe Wiecek. Das Bockum-Höveler Paar war Anfang September wieder einmal auf der „Lieblingsinsel" Wangerooge. „Wir wollten die ersten sein, die dem nördlichsten Elefanten einen Besuch abstatten", sagte Wiecek. Doch leider sei von dem Tier weit und breit nichts zu sehen gewesen. Da sich zurzeit ihre Tochter auf Wangerooge aufhalte, werde sie diese gleich darum bitten, ein schönes Foto von dem Hammer Wahrzeichen aufzunehmen, sagte Waltraud Wiecek. Unterdessen beschäftigt den Vorstand des Trägervereins die Verstärkung des Deckwerks rund um die Westspitze der Insel. Das Deckwerk soll wegen der Gefahr von Sturmfluten um 80 Zentimeter erhöht werden. Zurzeit sei man in Gesprächen darüber, wie die Deicherhöhung beschaffen sein soll. „Wir streben eine Lösung mit Aluminiumbohlen an, die wir im Sommer herausnehmen können", sagte Vorsitzender Kai Henning. Dafür müsse sich der Verein mit einem vierstelligen Betrag finanziell beteiligen. „Wie auch immer die Lösung aussieht: Wir haben eine großzügige Aussicht aufs Meer. Und dieser Meeresblick wird uns bei jedweder Lösung erhalten bleiben", so Henning. Ein „Dankeschön" an Kunstlehrerin Saskia Cramer und ihren kunstbegabten Schüler Noel Kolominski (beide in der Mitte) gab es gestern von Stadt und Schulleitungen.

WA vom 01.10.2016