Unser Austausch nach Frankreich (03.11.16-10.11.16)

Unser Schüleraustausch mit dem Gymnasium „Jules Ferry" ging eine Woche lang. Vom dritten bis zum zehnten November waren wir mit Schülern aus verschiedenen Französischkursen unserer Schule, sowie mit Frau Carbone und Herrn Eckernkemper, in der französischen Stadt Coulommiers.

Am Donnerstag kamen wir um etwa 18 Uhr in Coulommiers an und wurden herzlich von unseren Gastfamilien begrüßt. Unsere Austauschschüler kannten wir schon, da diese im April bereits eine Woche in Hamm verbracht hatten. Die komplette Familie lernten wir jedoch erst jetzt kennen.

Am nächsten Tag fuhren wir mit unseren französischen Austauschpartnern zur Schule. Dort erwartete uns eine Rundführung, die höchstpersönlich der Direktor vom „Campus de Coulommiers" übernahm. Es nennt sich Campus, da es sich bei dem Gelände, verglichen mit Hamm, um eine Art Zusammenschluss vom Gymnasium und Berufskolleg handelt, welche sich somit auf einem riesigen Gelände befinden. Im technischen Bereich besteht sogar die Möglichkeit an Pkws, Traktoren und echten Rennwagen herumzuschrauben, was uns wirklich beeindruckt hat. Nach der Rundführung folgte zusammen mit den Franzosen eine Rallye, um Coulommiers zu erkunden. Diejenigen Schüler, dessen Austauschpartner nachmittags noch Unterricht hatten, begleiteten sie zu den Kursen. Den Rest des Tages hatten wir Freizeit. Ich selbst besuchte das riesige Einkaufszentrum „Val d'Europe", wo viele meiner Mitreisenden ebenfalls im Laufe der Woche hinfuhren.
Am Samstag und Sonntag hatten wir erneut Freizeit, weil Wochenende war. Am Samstag ging es nach Paris: Bagel essen, eine Kunstausstellung und natürlich Shopping stand auf dem Plan.
Den Sonntag nutze ich, wie viele andere, um das Disneyland zu besuchen. Es heißt immer, das Disneyland sei schön, doch nach diesem Tag stand für uns fest: Es ist noch schöner, als man denkt!
Am Montag fuhren wir dann alle zusammen nach Paris und konnten ziemlich viel sehen. Eine Stadtführerin stieg in unseren Bus, worauf eine Rundfahrt durch Paris folgte. Eingeschlossen eine Führung durch die berühmte Kirche „Notre Dame" und durch das Einkaufscenter „Galéries Lafayette", wo wir vom Dach aus auf Paris guckten. Eine Pause an der Shoppingstraße „Champs-Élysées" und eine Fotopause am Eiffelturm durften selbstverständlich auch nicht fehlen. Die Rundfahrt endete abends mit der Besichtigung des Invalidendoms, der Grabstätte von Napoleon.
Den Tag darauf besichtigten wir die Stadt Meaux. Wir bekamen eine Führung in der Kathedrale „Saint-Étienne". Danach wurde sich in einem Café aufgewärmt, wo ich für meinen Teil die Erfahrung machte, dass ein normaler Café, wie ich ihn wollte, in Frankreich nicht meiner Vorstellung entspricht. So bekam ich eine winzige Tasse mit einem „Koffein-Shot" und Gelächter der Franzosen, als ich mich ärgerte. Aber dann ging es weiter nach „La Ferté-sous-Jouarre", eine kleine Stadt, die wir erkundeten. Danach fuhren wir zu einer Fromagerie – einer Käserei. Uns wurde gezeigt, wie der Käse hergestellt wird und wie er schmeckt. Die aufwendige Herstellung wurde genau beschrieben und so kauften wir am Ende Original Käse aus Frankreich.
Am Mittwoch gingen wir mit den Franzosen in den Unterricht und erlebten einen normalen Schultag in Frankreich. Am Abend fand eine Abschiedsfeier statt. Jeder brachte etwas zu Essen mit und dann wurde getanzt und gesungen. An diesem Abend hatten wir viel Spaß, denn mittlerweile kannte man sich schon gut und das Französisch-sprechen empfand man längst als normal.
Am Donnerstagmorgen war es so weit – die Heimfahrt. Ein paar Tränen flossen, denn auch obwohl man sich auf zu Hause freute, fiel der Abschied nicht ganz leicht. Aus einigen Austauschpartnern wurden Freunde und so nahm man das „Au revoir" tatsächlich wörtlich und machte aus, sich auf jeden Fall wieder zu sehen.

von Juliane Aldag