Ein Kalender zum Jubiläum

Das Märkische Gymnasium feiert 2017 sein 150-jähriges Bestehen / Viele Veranstaltungen

15122016HAMM-WESTEN.  Aus Anlass seines 150-jährigen Bestehens, das im kommenden Jahr gefeiert wird, hat das Märkische Gymnasium einen Kunstkalender mit Arbeiten einiger Schüler herausgebracht. Für eine Spende ab zehn Euro kann er im Sekretariat erworben werden. Der Erlös fließt in die Jubiläumsfeierlichkeiten, insbesondere in das Schulfest.

Zusammengestellt wurde der Kalender von Kunstlehrerin Ulrike Jost-Westendorf, die vor einiger Zeit auf ein ähnliches Projekt in Münster – auch dort hatte eine Schule einen Jubiläums-Kalender herausgebracht – gestoßen war. Die Idee von einem MGH-Kalender habe sie dann dem vor einem Jahr gebildeten Jubiläumsausschuss vorgetragen.

15122106.2„Und der fand sie gut." Probleme, den Kalender zu füllen, hatte Jost-Westendorf nicht. Im Gegenteil: Im vergangenen und in diesem Schuljahr seien viele tolle Schülerarbeiten angefertigt worden, sagt sie. „Und da fiel die Auswahl schwer." Mit Ausnahme einer Schülerin, die im Sommer ihr Abitur gemacht hat, besuchen alle Schüler, die einen Beitrag zum Kalender geleistet haben, noch das MGH. Mehrere Jahrgangsstufen sind in ihm vertreten. Und nicht nur das: Ob Farblinolschnitte, Gipsfiguren, Arbeiten mit Tusche, Ölkreide, Wasserfarbe oder Buntstiften, kleine Kunstwerke aus Pappmaché, Pop Art oder Frottage-Collagen – der Kalender spiegelt auch die Bandbreite der künstlerischen Arbeit am Märkischen Gymnasium wider. Mit ihm gab Schulleiter Florian Rösner gleichzeitig den Startschuss für die Jubiläumsfeierlichkeiten, die sich wie ein roter Faden durch das kommende Jahr ziehen werden. „Fast jeden Monat wird es eine Veranstaltung geben", freut sich Rösner. Darüber hinaus ist eine Festschrift in Arbeit, die sich mit der wechselvollen Geschichte des Märkischen Gymnasiums – gegründet wurde die Schule 1867 als Rektoratschule an der Pfarrkirche St.Agnes – befassen wird. Einige Lehrer wie der ehemalige Schulleiter Dr. Johannes Junker sollen dabei besonders gewürdigt werden. Er hatte sich öffentlich gegen die Nazis gewandt. Die Anklage wurde zwar fallengelassen, Junker durfte aber nicht mehr in den Schuldienst zurück und musste im Alter von 62 Jahren seine Zwangspensionierung einreichen. Die Festschrift soll pünktlich zum Festakt am 29. September 2017 herausgegeben werden. An diesem Tag findet auch ein Volleyballturnier und ein großes Ehemaligen-Treffen statt. Rund 2 500 ehemalige Schüler habe man über eine geschlossene Facebook-Gruppe bereits erreichen können, so der Schulleiter. Besonders freut er sich aber auf die fünf Gesprächsabende „MGH aktuell", die als Talkshow geplant sind und in der ehemalige Absolventen des Märkischen Gymnasiums von ihren Erinnerungen an ihre Schule, ihren Erfahrungen und ihrem Werdegang berichten sollen. Unter anderem Ulla Holthoff (Abiturjahrgang 1977), Mutter von Nationalspieler Mats Hummels, wird gleich am ersten Gesprächsabend ihre alte Schule besuchen. „Bei einem Erfolg kann ich mir gut vorstellen, dass wir die Gesprächsabende auch über das Jubiläumsjahr hinaus fortsetzen werden, dann allerdings nur noch ein bis zwei pro Jahr."

WA vom 15.12.2016