Verzögerung am Märkischen

Der Bauzaun bleibt stehen: Die Fluchttreppe wird später eingebaut

10012017.3HAMM-WESTEN.  Der erste Teil der Fassadensanierung am Märkischen Gymnasium ist zwar längst beendet. Dennoch „ziert" weiterhin ein Bauzaun die an der Wilhelm-Liebknecht-Straße gelegenen Trakte A und B. Und der wird wohl auch noch einige Zeit bleiben. Denn voraussichtlich erst im Februar, so Stadtsprecher Lukas Huster auf Anfrage, werde man die noch fehlende Fluchttreppe aufstellen können.

Die Verzögerungen beim Aufstellen der Treppe begründete Huster mit Nachbesserungen hinsichtlich der Statik. Diese wurde von der Firma erstellt, die auch die Treppe baut und aufstellt. Bei der Abnahme der Statik durch einen Prüfstatiker habe sich dann aber herausgestellt, dass das Geländer ein wenig zu niedrig war. Also habe alles neu berechnet und abermals geprüft werden müssen. Mittlerweile sei aber alles in Ordnung. Die Firma habe auch schon damit begonnen, die Treppe zu produzieren, geht der Stadtsprecher davon aus, dass der Zeitplan eingehalten und nach dem Aufstellen der Fluchttreppe die Baustelle endgültig geräumt werden kann. Bereits Mitte dieses Jahres soll dann aber die energetische Sanierung des Daches und der Fassade des Märkischen Gymnasiums – finanziert wird sie zum größten Teil aus Mitteln des Konjunkturpakets III der Bundesregierung – fortgesetzt werden. Die Kosten belaufen sich auf 1,73 Millionen (2017) beziehungsweise 1,53 Millionen Euro (2018), wovon die Stadt Hamm 326000 Euro übernimmt. Ebenso wie beim 1. Bauabschnitt mit den Trakten A und B sollen auch bei der Fassade der übrigen Trakte des Altbaus die alten Waschbetonplatten gegen Faserzementplatten ausgetauscht werden. Auch sie sollen farblich unterschiedlich gestaltet und mit einem Graffiti-Schutz versehen werden. „Aufgrund der Materialstärke von zwölf Millimetern sind sie weitgehend vandalismussicher", so die Stadt Die hat mittlerweile auch einen Zeitplan aufgestellt. Demnach umfasst der 2. Bauabschnitt den größten Gebäudeteil C und die Verwaltungsräume der Schule. Die Arbeiten sollen in den Sommerferien 2017 beginnen und bis zu den Herbstferien dauern. Engpässe der durch die Bauarbeiten nicht benutzbaren Klassenräume sollen laut Stadt durch Raum- beziehungsweise Belegungsoptimierungen größtenteils organisiert werden. Dies sei noch in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für schulische Bildung und der Schulleitung abzustimmen. Der 3. Bauabschnitt umfasst die Gebäudeteile D und E. Die Arbeiten sollen zwischen den Sommer- und den Herbstferien 2018 durchgeführt werden. Neben der Fassaden- und Dachsanierung stehen dem MGH in den kommenden Jahren noch weitere Sanierungsmaßnahmen ins Haus. Aus dem Landesprogramm „Gute Schule 2020" gibt es 1,65 Millionen Euro für die Innensanierung. Betroffen sind vor allem die Klassen. Diese erhalten eine Neugestaltung sämtlicher Oberflächen, einschließlich der Akustikmaßnahmen und der Beleuchtung. Zudem hat der Haupt- und Finanzausschuss im Rahmen seiner jüngsten Sitzung den Umbau der ehemaligen Hausmeisterwohnung und vorhandener Räumlichkeiten im Erdgeschoss in einen multifunktionalen Bereich beschlossen. In diesen Räumen sollen dann das Selbstlernzentrum der Schule, das Internetcafé und die Bibliothek sowie multifunktionale Räume für den Ganztagsbetrieb eingerichtet werden. Kosten: rund 200000 Euro. Zehn Prozent davon trägt die Stadt.

WA vom 10.01.2017