Rund 150 Schüler weniger

Prognosen fürs MGH / Räumlich ist die Schule in den meisten Fällen gut aufgestellt

22062017HAMM-WESTEN.  Der Schulentwicklungsplan (SEP) erwartet für das Märkische Gymnasium in den kommenden Jahren deutlich sinkende Schülerzahlen. Allerdings: In den Erhebungen berücksichtigt wurden nur acht Jahrgangsstufen (G 8). Ab dem Schuljahr 2019/2020 soll an den Gymnasien in NRW wieder der neunjährige Weg zum Abitur (G9) eingeführt werden. Gymnasien, die beim achtjährigen Weg bleiben wollen, können aber auch diesen wählen. Eine Entscheidung, ob das „Märkische" G8 behalten wird, ist noch nicht gefallen.

Stand jetzt wird die Schule in diesem Fall, so ist es im SEP nachzulesen, in der Sekundarstufe 1 (Klassen 5 bis 9) „perspektivisch bei einer Vierzügigkeit bleiben". Insgesamt wird die Schülerzahl in der Sek I leicht abnehmen – von aktuell 515 auf 493. Die Klassenzahl (20) könnte beibehalten werden. Anders die Situation in der Sek II (EF bis Q2): Seit dem Schuljahr 2013/14 geht deren Schülerzahl langsam zurück, was insbesondere auf weniger Seiteneinsteiger zurückzuführen ist. Setzt sich dieser Trend fort, wird die Oberstufe des Märkischen Gymnasiums im Schuljahr 2022/23 „nur" noch 398 Schüler haben. Aktuell sind es 534. Damit ist die Sek II sogar größer als die Sek I. „Aus der Neunzügigkeit des aktuellen Schuljahres in der Einführungsphase wird perspektivisch eine Sechzügigkeit", so das Fazit der Gutachter. Das sei dann auch gleichbedeutend mit weniger Kursen. Aber noch ist dies alles Spekulation, da niemand weiß, für welches Model – G 8 oder G 9 – sich das MGH und die anderen Hammer Gymnasien entscheiden werden. Was die Räume betrifft, so ist das MGH – immer bezogen auf G8 – in den meisten Fällen
„gut aufgestellt". Für den Unterricht stehen der Schule 46 Klassenräume zur Verfügung. „Für ein vierzügiges Gymnasium mit gymnasialer Oberstufe ist dies mehr als ausreichend", so die Gutachter. Bemängelt wird von ihnen allerdings das Fehlen von mindestens einem Raum für die Naturwissenschaften. Bei den Fachräumen für Musik und Kunst sei das MGH hingegen gut ausgestattet. Es verfüge sogar über einen Raum für textiles Gestalten. Rechnerische Defizite sehen die Gutachter hingegen beim Lehrerzimmer (44 Quadratmeter) sowie bei den Aufenthaltsund Spielräumen im Ganztag (20 Quadratmeter). Neu bewertet werden müsste die räumliche Situation bei einer Rückkehr zu G 9. Zwar habe es das an der Schule auch schon früher gegeben. Seitdem seien aber einige Räume anderweitig genutzt worden, hieß es. In den kommenden Jahren stehen dem MGH einige Sanierungsmaßnahmen ins Haus. Bisher erfolgte die Außensanierung der Trakte A und B. Für 2017 sind die Sanierung von Trakt C sowie des Verwaltungsbereichs und der Eingangshalle fest eingeplant. Die Sanierung der Trakte D und E ist für 2018 geplant. „Zum Wunschkonzept der Schule zählen zusätzlich der Umbau des Hausmeistergebäudes und der ehemaligen Caféteria für den Ganztag mit Ruheraum und Lernbar sowie die Verlagerung der Jahrgangsstufen 5 und 6 in den soeben sanierten BTrakt", heißt es im SEP. Damit würde ein leistungsfähiger und zusammenhängender Ganztagsbereich in räumlicher Nähe zum Unterrichtsbereich geschaffen, bei dem auch die Außenanlagen eingebunden werden könnten.

WA vom 22.06.2017