Anekdoten

MGH-Gesprächsabend zum Thema Medizin

06102017PELKUM.  Witzige Anekdoten aus ihrer Schulzeit, Herausforderungen in ihrem Berufsleben als Mediziner und manch Ratschlag an den Ärztenachwuchs: Die Themen des vierten Gesprächsabends zum 150-jährigen Schuljubiläum des Märkischen Gymnasiums Hamm (MGH) am Mittwoch waren ebenso abwechslungsreich wie unterhaltsam. Mit Privatdozent Dr. Hilmar Dörge (Abiturjahrgang 1984), Dr. Oliver Orlowski (1990) und Privatdozent Dr. Markus Krane (1996) gaben drei erfolgreiche Mediziner an großen deutschen Kliniken einen Einblick in das, was seit ihrer Schulzeit am MGH passiert ist.

Kurios: Mit Dörge und Krane wurden gleich zwei ehemalige Gymnasiasten aus dem Hammer Westen Herzchirurg. „Wenn jemand Chirurg werden will, merkt man es", sagte Dörge, dem die handwerkliche Arbeit in seinem Fach besonders gut gefalle. „Ich bastel sehr gerne", sagte er vor rund 70 Gästen und Schülern mit einem Grinsen. Ohnehin war es Dörge, der viele private wie berufliche Einblicke gab. So erinnerte er auch an eine Anekdote aus dem Abitur. „Nach den ersten Klausuren habe ich gemerkt, dass ich den NC von 1,2 oder 1,3 nicht schaffe", erzählte der gebürtige Herringer, der sich deshalb dazu entschloss, die Stufe freiwillig nachzuholen. Witzig: „Ich hatte fast einen Punkt zu viel für mein Vorhaben, sitzenzubleiben", erzählte Dörge und sorgte damit für viele Lacher. Die Lacher auf seiner Seite hatte auch Krane, als er – der Herzchirurg – sich als Raucher outete. Nachdenkliche Worte gab es von ihm aber mit Blick auf die 9 000 Studenten, die jedes Jahr ein Medizinstudium beginnen. „70 Prozent davon sind heute Frauen", sagte er und nannte deshalb auch eine Umstrukturierung der Stellen notwendig zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In die Anästhesie gegangen ist unterdessen Dr. Oliver Orlowski. „Wenn der Patient schläft, muss man alle zehn Sekunden eine Entscheidung treffen", sagte er über seinen Beruf. Mit dem MGH verbinde er immer noch viel – schon alleine deshalb, da er dort seine Frau kennengelernt habe. „Im Bio-Leistungskurs. Wir haben viel gekuschelt im Unterricht", erzählte er mit einem Grinsen. Orlowski ist aktuell als Oberarzt am Uniklinikum Münster tätig. Krane ist seit 2016 stellvertretender Direktor der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie beim Deutschen Herzzentrum in München. Dörge ist seit 2007 Direktor der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie am Klinikum Fulda.

WA vom 06.10.2017