Großes Stühlerücken

Am Märkischen Gymnasium beginnt die nächste Phase der Sanierung

24052018.2HAMM-WESTEN.  Mit dem Ende der Abiturprüfungen ist am Märkischen Gymnasium die nächste Phase der umfangreichen Innen- und Außensanierung eingeleitet worden.

Im aktuellen Schritt der Sanierungs-Maßnahme werden das Lehrerzimmer und 16 Klassenräume renoviert. „Die Bereiche A und B sind im Innen- und Außenbereich zu 99 Prozent fertig. Der Bereich D ist im Außenbereich fast fertig, hier fehlen noch Kleinigkeiten. Jetzt beginnt die Sanierung der Trakte D und E", informiert Schulleiter Florian Rösner.

Der Bereich, in dem schon in den letzten Tagen vor den Ferien fleißig geräumt wurde, befinden sich 16 Klassenzimmer und das Lehrerzimmer. „Das ist eine beträchtliche Zahl", unterstreicht Rösner, denn zu den Räumlichkeiten gehören unter anderem alle Musikräume, ein EDV-Raum und einige Kunsträume des Gymnasiums. Schon vor den Ferien sind dazu die Fachschaften Englisch, Französisch, Spanisch umgezogen – alle haben ihre Utensilien in der ehemaligen 24052018.1Hausmeisterwohnung untergebracht. Auch einer der beiden Flügel hat das Gebäude verlassen. „Da spendiert uns der Förderverein eine Renovierung für rund 4500 Euro", freut sich Rösner. Das andere Klavier ist mittlerweile im ATrakt angekommen, andere Musikinstrumente sind in der Musikschule untergestellt. Entlastung bei der neuen Raumplanung gibt es durch den Abgang der rund 170 Abiturienten. „Das sind alleine sieben Klassen, die wir sonst ständig benötigen würden", sagt Rösner. Dennoch reicht diese Entlastung allein nicht aus, daher hat die Schule das „Klassenraum-Prinzip" für die kommenden Wochen komplett aufgegeben. So wird es künftig vorkommen, dass Mathematik auch mal in einem Chemieraum stattfindet. „Wir sind darauf angewiesen, die Kapazitäten wirklich an jeder Stelle nutzen zu können", so Rösner. Verlagert worden ist zudem das Lehrerzimmer für die insgesamt 100 Pädagogen. Dass der temporäre Ausweichraum nicht annähernd so viel Platz bietet, liegt auf der Hand. „Auch da werden die Kollegen mit herausfordernden Möglichkeiten arbeiten müssen", ahnt der Schulleiter, der aber zuversichtlich in die nahe Zukunft blickt: „Wir werden das hinbekommen." Ziel ist es nun, den größten Teil der Klassen bis zum Ende der Sommerferien fertig zu haben. Im Außenbereich stehen zeitgleich der Abbau der Fassade und der Ausbau der alten Fenster an. Ob das alles zeitlich klappen wird, lässt sich natürlich nicht garantieren. „Wir gehen real davon aus, dass ein Teil fertig werden wird, welcher Teil das wird, werden wir nach den Sommerferien sehen." Dann kommen nämlich vier neue Klassen mit etwa 100 Schülern neu an das Gymnasium. Die Neuankömmlinge sollen in ihrer Eingewöhnungsphase durch die Arbeiten nicht gestört werden und werden in den bereits fertiggestellten Trakten A und B untergebracht. Das „Klassenraum-Prinzip" wird dagegen für die größeren Schüler wahrscheinlich noch über einen gewissen Zeitraum aufgehoben bleiben. Je nach dem Stand der Sanierung wird zum Ende der Sommerferien entschieden, ob – wie im vergangenen Jahr – wieder die Pavillons der benachbarten Friedrich-Ebert-Realschule von Schülern des Gymnasiums benutzt werden dürfen. „Wenn es ideal läuft, können wir das selbst stemmen. Wenn Lücken auftreten, müssen wir das situativ entscheiden, aber ein Zusammenrücken ist einfacher als in eine andere Schule zu gehen." Schon im Herbst sollen noch eine Lernoase im Erdgeschoss und der Bereich des offenen Ganztags in der ehemaligen Hausmeisterwohnung entstehen. 2019 wird am Märkischen weitergebaut, dann stehen die Innensanierung des Bereiches C und der Eingangshalle auf dem Stundenplan.

WA vom 24.05.2018