Sanieren hilft gegen Frieren

Märkisches Gymnasium: Energetische Sanierung und Modernisierung gehen weiter

23082018.1HAMM-WESTEN.  Immer wenn die Sommerferien anstehen, gibt es viel Arbeit am Märkischen Gymnasium. Denn in den vergangenen Jahren wurden die Gebäude der Schule Abschnitt für Abschnitt energetisch saniert – hier läuft der dritte und letzte Bauabschnitt. Und: Auch das Innere der Lehranstalt wurde und wird modernisiert – hier ist der zweite von drei Abschnitten kurz vor der Vollendung. Was sich getan hat, wird bei einem Ortstermin deutlich. Thorsten Sperling vom städtischen Immobilienmanagement erläutert den Rahmen der Maßnahmen.

23082018.3

23082018.2Da sei zunächst die energetische Sanierung aus Mitteln des Konjunkturpakets III. 2016 wurde damit die Sanierung der Gebäudeteile A und B finanziert, im vergangenen Jahr war es der Gebäudeteil C – der Verwaltungstrakt. Und in diesem Sommer sind die Gebäudeteile D und E an der Reihe. Dieser dritte und letzte Bauabschnitt hat ein Volumen von gut 1,5 Millionen Euro – insgesamt werden 5,1 Millionen Euro investiert. Die Gelder kommen vom Bund, die Stadt steuert zehn Prozent des Betrages bei.
Und das lohnt sich auch, sagt Schulleiter Florian Rösner. Im vergangenen Winter hätten Lehrerkollegen über die Kälte in den Räumen der Gebäudeteile D und E geklagt – aber Klagen über Kälte in Räumen der bereits sanierten Gebäudeteile A und B seien ihm nicht zu Ohren gekommen. Und: „Auf den Wärmebildern werden die roten Stellen für großen Wärmeverlust immer kleiner."
Begonnen hatten die Arbeiten an Fassaden und Dach der Trakte D und E kurz nach Pfingsten. Die alten Waschbetonplatten wurden samt alter, acht Zentimeter starker Dämmung entfernt, die neuen Faserzementplatten mit der 18 Zentimeter dicken Dämmung wurden montiert. Und: Parallel dazu wurden die Fenster und das Dach der beiden Gebäudeteile erneuert. Einen Sonnenschutz für die Fenster gab's oben drauf. Die Gebäudeteile erhalten auch eine neue Außenfarbe, einheitliches Trüb-Grau gehört der Vergangenheit an.
Und auch innen gibt es neue Farben – aber die werden aus einem ganz anderen Topf bezahlt. Auf dem steht „Gute Schule 2020" drauf und er finanziert die Modernisierung der Schule. In diesem Rahmen erhalten die Wände neue Farbe, die Zimmerdecken Akustikmaßnahmen und eine neue LED-Beleuchtung. Die Böden in den Klassenräumen werden mit einem neuen Linoleum-Belag versehen. In den Klassen werden technisch veraltete Kabel und Anschlüsse aller Netze ausgetauscht, Beamer montiert sowie – und darauf ist Schulleiter Rösner besonders stolz – Netzwerkanschlüsse für ein flächendeckendes W-LAN nachgerüstet. „Das ist ein Quantensprung", sagt Rösner.
Auch „Gute Schule" ist auf drei Bauabschnitte aufgeteilt, derzeit läuft der zweite in den Gebäudeteilen D und E, 17 Klassen- und andere Räume werden modernisiert. Im kommenden Jahr ist der Teil C dran. Jeder Abschnitt kostet 500 000 Euro. „Damit", sagt Karin Diebäcker aus dem Amt für schulische Bildung, „schaffen wir die technischen Voraussetzungen für die Zukunft."
Nach den Herbstferien werden alle Arbeiten abgeschlossen sein – „aus Erfahrung weiß ich, dass ein paar Kleinigkeiten noch danach erledigt werden", sagt Schulleiter Rösner. Er betont: Der Schulalltag werde von den Arbeiten nicht mehr als unbedingt notwendig belastet. So kamen die Bauarbeiter erst zum Märkischen Gymnasium, als die Abiturprüfungen abgeschlossen waren. Und sie gehen, bevor die Schule auf Volllastbetrieb fährt.
Grundsätzlich sind die Arbeiten im Zeitplan, ein schnelleres Voranschreiten verhinderte die eine oder andere unvorhergesehene Überraschung – wie die Wetterkapriolen oder ein Wassereinbruch über dem Lehrerzimmer. Das sieht derzeit noch aus wie eine große Baustelle. Aber Florian Rösner ist sich sicher: „Am 27. August werden wir hier unsere erste Konferenz abhalten."

WA vom 23.08.2018