Musik auf hohem Niveau

Märkisches Gymnasium präsentiert „Konzert im Advent" in der Thomaskirche

HAMM-WESTEN – „Alle Jahre wieder, aber doch immer wieder anders", so Schulleiter Florian Rösner beim „Konzert im Advent" des Märkischen Gymnasiums Hamm. Und weiter: „Es ist wieder einmal ganz toll."

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Begeistert war nicht nur der Schulleiter, sondern auch die Zuhörer in der vollen Thomaskirche. Mit dem „Andachtsjodler", einer bedächtigen Volksweise aus Südtirol, die traditionell bei Christmetten gespielt wird, wurde das stimmungsvolle Konzert am Donnerstag eröffnet. Ein überzeugender Auftakt, den das Bläserensemble „Märkisch Brass" unter der Leitung von Katharina Lüders bot. Mit „Demons" von „Imagine Dragons" und ruhigen Gitarrenklängen stellte sich das Gitarrenensemble unter der Leitung von Stephan Wolke vor. Ebenso ruhig und gefühlvoll sang der Lehrer-Chor „Teacher's Turn", von Martin Müller, Frauke Scherpner geleitet, das deutsche Abendlied „Der Mond ist aufgegangen". Festlich-strahlend erklang hingegen „Sing Jubilate Deo". Für die „Modul Band" war das Adventskonzert eine Premiere. Diese sei nämlich erst in diesem Schuljahr zusammengestellt worden und treffe sich einmal pro Woche zur Probe, erläuterte Leiter Stephan Wolke.

Langen Beifall erntete die Band nicht nur für „Nëntori", einem rumänischen Lied, das sich die beiden Sängerinnen gewünscht hatten. „Das wollen wir auch spielen", hätten die Schüler auch bei „Something just like this" von Coldplay gesagt. Mit „Stille, Stille, kein Geräusch gemacht" unterhielt das Geigenensemble, mit dem pfiffigen „Rudolf, the red-nosed Reindeer" bezauberte der Chor der fünften Klassen. Harmonisches Miteinander, Musik auf hohem Niveau und packende Begeisterung, die sich auf das Publikum übertrug, zeichneten den Auftritt der „Märkisch Voices" aus.

Leiterin Frauke Scherpner lobte die Bereitschaft, Stücke zu lernen, die nicht unbedingt zu den Hörgewohnheiten der Schüler gehören. Dazu zählten wohl auch das schottische Traditional „Greensleeves" und das Madrigal „Your Shining Eyes" von Thomas Bateson (1579- 1630).

Frenetischen Applaus und „Zugabe"-Rufe gab es für die Performance von Solistin Rhena Lankers, die von Martin Müller am Klavier begleitet wurde. Mit „When we were young" von Adele brachte sie ihre Stimme zur Geltung. Das Konzert bot allerlei Abwechslung.

Einige Lieder waren fröhlich, andere strahlten Hoffnung und Zuversicht aus. Mitschüler Paul Rüter ist im November gestorben, seiner gedachte die anwesende Schulgemeinschaft in einem Moment der Stille.

Gänsehaut-Gefühl bescherte „Märkisch Voices" mit „I'll be there", schwungvoller wurde Mercurys legendäres „Don't stop me now" vorgetragen, das als Zugabe noch einmal wiederholt wurde. Schulleiter Rösner bedankte sich bei allen Akteuren: „Sie haben uns ein ganz tolles Konzert geboten."

WA vom 15.12.2018

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