Auf dem Weg zum Sportgymnasium

Märkisches Gymnasium kooperiert mit sechs Hammer Sportvereinen

20190905.1Hamm-Westen – Das Märkische Gymnasium (MGH) hat sein Profil als Partnerschule des Leistungssports weiter geschärft. Nach der Einführung des Patensystems für Schüler mit Kaderplätzen, der Eröffnung des Sportparcours’, dem ersten Forum für Sportvereine und der Gründung einer Sportklasse in der Jahrgangsstufe 5 ging jetzt ein weiteres Projekt an den Start. Es soll den Schülern helfen, Schule und Sport besser miteinander zu vereinbaren. In Anwesenheit von Sportdezernent Markus Kreuz, Schuldezernentin Dr. Britta Obszerninks und Angelika Schulze, 1. Vorsitzende des StadtSportBundes, unterzeichnete Schulleiter Florian Rösner eine Kooperationsvereinbarung mit sechs Hammer Sportvereinen.

20190905.2Bei der Sportausbildung der Schüler wird das Märkische Gymnasium künftig eng mit dem Badmintonclub Herringen, dem Kanuring Hamm, dem Ruderclub Hamm, dem SK „Germania“ Herringen (Rollhockey) dem Verein Taekwondo Herringen sowie mit dem TuS Germania Lohauserholz-Daberg (Tischtennisabteilung) zusammenarbeiten. Um sich noch breiter aufzustellen, sollen in den kommenden Jahren weitere Sportvereine mit ins Boot geholt werden, kündigte Björn Sprenger von der Fachschaft Sport an.

Vereinsangebote in Schule am Nachmittag

Doch worum geht es bei der Kooperation genau? Auf jeden Fall sollen alle Seiten von ihr profitieren. Das MGH zum Beispiel dadurch, dass sich die mit ihm kooperierenden Vereine dazu verpflichten, Angebote zur sportlichen Förderung im Nachmittagsbereich der Schule zu unterbreiten. Schülergruppen sollen ferner die Möglichkeit bekommen, an einem noch festzulegenden Nachmittag oder nach Bedarf an punktuellen Trainingseinheiten und weiteren Veranstaltungen der Vereine teilzunehmen. Beide zählen als schulische Veranstaltung. „Wer aktiv in einem Verein ist, kann sich das Training als Nachmittagsmodul anrechnen lassen“, so der Schulleiter. Wie das konkret aussehen kann, machte Rösner an einem Beispiel deutlich. Viele Schüler haben an drei Tagen pro Wochen Unterricht bis in den Nachmittag hinein. Aufgrund dieses vollen Stundenplans gibt es immer wieder Klagen, dass Schüler kaum noch Zeit für Sport hätten. Genau an dieser Stelle soll durch den Kooperationsvertrag Entlastung geschaffen werden. Ein Schüler, der zum Beispiel am Mittwochabend trainiert, kann sich nach vorheriger Abstimmung zwischen Schule und Verein von den verbindlichen Nachmittagsangeboten am MGH, in der Regel Arbeitsgemeinschaften, befreien lassen. Dadurch haben die Schüler mehr Zeit für sich – trotz des Trainings. „Wer möchte, kann natürlich auch weiterhin an den schulischen Angeboten teilnehmen“, stellte Rösner klar. Der Schulleiter kann sich ferner vorstellen, dass ebenfalls in Abstimmung mit den Vereinen am MGH ein Trainingsraum eingerichtet wird, in dem die Schüler zum Beispiel vor Unterrichtsbeginn eine Trainingseinheit absolvieren können.

Schule will Sportler aus ganzer Stadt anziehen

Rösner und die Vertreter der sechs kooperierenden Vereine sprachen von einer Win-Win-Situation. Weil sich Schule und Sport so gut miteinander vereinbaren lassen, hofft das MGH – insbesondere nach Hinweisen der Vereine – auf den einen oder anderen Schüler, der sonst nicht den Weg in den Hammer Westen gefunden hätte. Die Schule wiederum verpflichtet sich, Eltern über das gemeinsame Ausbildungsangebot von Schule und Vereinen zu informieren und interessierte Schüler entsprechend weiterzuleiten. Die Vereine hoffen, durch die Kooperation mit dem MGH junge Talente auf Dauer an sich zu binden und nicht an andere Vereine außerhalb Hamms abgeben zu müssen. Ganz wichtig ist dem MGH, dass das Angebot nicht nur den Leistungssport betrifft. „Wir wollen auch in die Breite gehen und mehr Schüler in Bewegung bringen“, so Rösner. Die Vertreter der Stadt begrüßten die Vereinbarung zwischen Schule und Vereinen und die Stärkung des sportlichen Profils am MGH. Man werde die Schule hier weiter unterstützen.

WA vom 05.09.2019