Schule muss improvisieren

Innensanierung des Märkischen Gymnasiums soll bis Ostern 2020 dauern

20190927Hamm-Westen – Das Märkische Gymnasium muss improvisieren – wieder einmal. Doch die Entbehrungen lohnen sich: Voraussichtlich bis Ostern 2020 soll die Schule weitgehend durchsaniert sein und den Anforderungen an einen modernen Unterricht entsprechen. Aktuell läuft am MGH der dritte Bauabschnitt der Innensanierung. Betroffen davon sind 16 Klassen- und Fachräume und das Foyer. Sie alle stehen seit dem Sommer nicht zur Verfügung, was die Schule mit rund 900 Schülern vor eine „große Herausforderung“ gestellt hat, wie Schulleiter Florian Rösner im Gespräch mit Stadtbaurätin Rita Schulze Böing und Schuldezernentin Dr. Britta Obszerninks sagte.

Außer den Jahrgangsstufen 5 und 6 müssten alle Klassen wandern. Einige seien in die Pavillons der Realschule ausgelagert worden. Auch der Haupteingang kann derzeit nicht genutzt werden. Die Schüler gelangen vor allem über den Seiteneingang zwischen Alt- und Neubau auf dem Lehrerparkplatz in das Gebäude. Dort gehe es dann auch schon mal sehr eng zu, so Rösner, der hofft, dass dieses Provisorium nach den Herbstferien ein Ende hat. Versprechen konnte das Thorsten Sperling, Architekt beim Städtischen Immobilienmanagement, allerdings nicht. Es gebe Lieferschwierigkeiten bei der Baffeldecke. Neben der optischen Gestaltung des20190927.1 Foyers sei es eine ihre wichtigsten Aufgaben, das Schallklima positiv zu beeinflussen. Das ist auch dem Schulleiter wichtig. Das Foyer sei für die Schüler ein beliebter Treffpunkt und Rückzugsort. Nach den Herbstferien wieder zur Verfügung stehen sollen hingegen die zwölf Klassenräume im C-Trakt der Schule. Unter anderem wurden beziehungsweise werden hier noch Decken, Beleuchtung und Klassentüren, teilweise auch die Oberbeläge des Fußbodens erneuert. Zudem wurde das Brandschutzkonzept umgesetzt und ein Wlan-Netz eingebaut. Vorausgesetzt, die zwölf Klassenräume und das Foyer können nach den Ferien wieder genutzt werden, wird es dann noch zwei Baustellen geben. Bis Ostern 2020 sollen die vier neuen Fachräume Biologie – derzeit findet der Unterricht in den Räumen der „Physiker“ und der „Chemiker“ statt – fertiggestellt sein. Zudem freut sich Schulleiter Rösner auf den neuen Multifunktionsbereich. Die ehemalige Caféteria wird in Zusammenhang mit der ehemaligen Hausmeisterwohnung zu einem Selbstlernzentrum und zur Übermittagbetreuung umgenutzt. Nach Angaben der Stadt soll der Bereich nach den Osterferien 2020 in Betrieb gehen. Dann wäre es geschafft – zumindest fast. Denn als weitere große Maßnahme steht noch die Fassadensanierung der Märkischen Sporthalle an, die im Frühsommer 2020 beginnen und die sich bis Anfang 2021 hinziehen soll. „Die Fassade muss aus statischen Gründen erneuert werden“, sagte Schulze Böing. Sie werde sich dem Erscheinungsbild der Fassade des Schulgebäudes anpassen. Schulleiter Rösner hofft, dass die Sporthalle während der Fassadensanierung weiter genutzt werden kann. Als Letztes müssen schließlich die Treppenhäuser saniert werden. Ein Zeitpunkt dafür steht allerdings noch nicht fest. Ein Lob hatte der Schulleiter übrigens für die bauausführenden Firmen und das betreuende Büro, die SSP AG aus Bochum, übrig. Sie seien sehr kooperativ und würden, soweit möglich, auf die Belange der Schule Rücksicht nehmen. „Sehr laute Arbeiten wie das Hämmern beginnen auch mal erst nach 16 Uhr.“

WA vom 27.09.2019