Fit fürs Handy

Mehrere Kooperationspartner starten Projekt / MGH-Schüler als „Lehrer“

06112019Pelkum – Wie verschicke ich eine E-Mail oder eine Kurznachricht? Wie kann ich mir auf YouTube ein Video anschauen? Und: Wie funktioniert eigentlich WhatsApp? Viele Dinge, die für die jüngere Generation zum Alltag gehören, stellt ältere Menschen oft vor große Probleme. Hier genau setzt das Projekt „Fit fürs Handy“ an, das am Mittwoch, 13.November, um 16.30 Uhr im Gemeindehaus Pelikanum, Kamener Straße 181, startet. Neben der evangelischen Kirchengemeinde Pelkum-Wiescherhöfen sind auch das Jugend- und Stadtteilzentrum „Casino“, das Amt für Soziale Integration (Martina Foschepoth), der Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems der Arbeiterwohlfahrt und das Märkische Gymnasium an dem Projekt beteiligt.

06112019.2Das nimmt eine ganz besondere Rolle ein: Denn es sind die Schülerinnen Franziska Römer, Nicole Timosenko und Hannah Verse, die den älteren Mitmenschen den Umgang mit dem Handy und dem PC/Laptop vermitteln wollen. Alle drei besuchen die Jahrgangsstufe Q2 des Märkischen Gymnasiums und wollen im Frühjahr 2020 das Abitur machen. Das Projekt richtet sich an die Generation „60 plus“. „Wir möchten, dass ältere Menschen im Umgang mit Handy und PC sicherer werden“, sagt Stadtteilarbeiter André Girod. In diesem Zusammenhang wolle man die Teilnehmer auch auf die Gefahren, die im Internet lauern, aufmerksam machen. Das ist auch Pfarrerin Friedgard Weiß wichtig. Für sie hat das Projekt aber auch noch einen erfreulichen Nebeneffekt: „Hier treffen zwei Generationen aufeinander.“ Und beide könnten voneinander lernen. Das war auch für die drei – angehenden – Abiturientinnen ein Grund, mitzumachen und älteren Menschen den Umgang mit PC und Handy zu vermitteln. Hilfreich wäre es, wenn die Teilnehmer ihre eigenen Handys/Smartphones oder Laptops zu den Treffen mitbringen könnten, um an Ort und Stelle den Umgang mit dem eigenen Gerät zu erlernen und in die „Geheimnisse“ des Internets eingeführt zu werden. Die Senioren sollen dadurch neue Kommunikationsformen mit Familien und Freunden kennenlernen, aber auch Anregungen bekommen, wie sie das Internet für eigene Interessen nutzen können. Die drei Schülerinnen werden weitgehend selbstständig mit den Senioren arbeiten. Bei Fragen steht ihnen Fabian Groppe, Medienkoordinator am MGH, zur Verfügung.

WA vom 06.11.2019