Gymnasien und Realschulen beliebt

Bei den beliebtesten Schulformen im Stadtbezirk Pelkum haben sich Gymnasium und Realschule ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert

2019.01.08

Wie aus der aktuellen Schulstatistik hervorgeht, haben sich 70 der letztjährigen Pelkumer Viertklässler für ein Gymnasium und 69 für eine Realschule entschieden.

Pelkum – Mit der gymnasialen Übergangsquote von 38 Prozent liegt der Stadtbezirk Pelkum innerhalb Hamms auf dem dritten Platz – hinter Uentrop (48,4) und nur ganz knapp hinter Rhynern (39,4).

Keine großen Unterschiede beim Übergangsverhalten gab es an den drei Grundschulen im Stadtbezirk Pelkum: Von den Abgängern der Geistschule wechselten 41 Prozent auf ein Gymnasium. Bei der Schillerschule waren es 38,1 Prozent, bei der Selmigerheideschule 34,9 Prozent.

Ähnlich stark waren auch die Übergangsquoten auf die Realschule: Geistschule 35,9 Prozent, Schillerschule 33,3 Prozent und Selmigerheideschule 41,3 Prozent. Stadtweit bedeuten die 37,5 Prozent den dritten Platz hinter Rhynern und Heessen.

Drittbeliebteste Schulform war die Gesamtschule, für die sich 19 Prozent der letztjährigen Viertklässler entschieden haben. Auch hier gab es bei den drei Pelkumer Grundschulen nur geringe Unterschiede: Geistschule 19,2 Prozent, Schillerschule 21,4 Prozent, Selmigerheideschule 17,5 Prozent. Im Vergleich zu anderen Hammer Stadtbezirken ist diese Schulform bei den Kindern in Pelkum allerdings weniger gefragt. 35 Anmeldungen beziehungsweise 19 Prozent bedeuten „nur" den fünften Platz im stadtweiten Ranking. Nur in Rhynern und Uentrop war die Übergangsquote mit jeweils 12,8 Prozent sogar noch niedriger.

Kaum noch eine Rolle scheinen für viele Familien die Hauptschulen zu spielen. Gerade einmal acht (4,3 Prozent) Kinder aus dem Stadtbezirk Pelkum haben sich für diese Schulform entschieden und dem Stadtbezirk damit einen weiteren fünften Platz im Vergleich mit den anderen Stadtbezirken beschert – ebenfalls knapp vor Uentrop und Rhynern. Von der Geistschule wechselten 2,6 Prozent, von der Schillerschule 4,8 und von der Selmigerheideschule 6,3 Prozent der Kinder auf eine Hauptschule.

Von dem viel – und gerne – zitierten krassen Bildungsgefälle zwischen einem westlichen (Pelkum) und dem östlichen (Rhynern und Uentrop) Bezirken kann zumindest in diesem fünften Schuljahr also keine Rede sein.

Schul-Pendler nach Bönen

Auffällig ist die relativ hohe Zahl an Auspendlern. Von den 63 Abgängern der Selmigerheideschule haben sich nur 44 dazu entschieden, ihre Schullaufbahn in Hamm fortsetzen zu wollen. 19 besuchen eine Schule außerhalb Hamms, die meisten davon das Marie-Curie-Gymnasium und die Humboldt-Realschule in Bönen. Ein Grund dafür dürfte in der räumlichen Nähe liegen, denn insbesondere für die Kinder aus den südlichen Ortsteilen sind diese Schulen besser zu erreichen als die Schulen in Hamm. Jeweils zwei Auspendler gab es
an der Geistschule (von insgesamt 76 Abgängern) und an der Schillerschule (von 40).

Im vorigen Jahr wurden laut Schulstatistik an den drei städtischen Grundschulen im Stadtbezirk Pelkum 178 Schüler eingeschult: Selmigerheideschule 73, Geistschule 68 und Schillerschule 37. Unter den 27 Hammer Grundschulen landete die Selmigerheideschule hinsichtlich der Anmeldungen damit auf dem fünften Platz.

Das Märkische Gymnasium konnte in diesem Schuljahr 96 Fünftklässler sowie 51 Seiteneinsteiger in der Einführungsphase (EF) begrüßen, die meisten davon von Realschulen (46). Das sind übrigens mehr Seiteneinsteiger als an den anderen Hammer Gymnasien zusammen. Insgesamt besuchen 143 Schüler die EF des MGH, die restlichen 92 Schüler sind „Eigengewächse".

WA vom 08.01.2019