Seil und Uhr mit starker Symbolkraft

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Hamm-Westen – Für die rund 300 Schüler der Stufen EF und Q1 des Märkischen Gymnasium (MGH) ging jetzt eine besondere Schulwoche zu Ende: Nach fünf Jahren fand am MGH wieder eine Religiöse Schulwoche statt. Dazu waren fünf Tage lang zehn Theologen und Pädagogen an der Schule und standen als Dialogpartner für Lebens- und Glaubensfragen zur Verfügung.


Religiöse Schulwochen finden in Westfalen seit mehr als 70 Jahren statt und werden in ökumenischer Kooperation von der Abteilung „Schulpastoral" im Erzbistum Paderborn und dem Dienst an den Schulen der Evangelischen Kirche von Westfalen veranstaltet und finanziert. Die Religiöse Schulwochenarbeit versteht sich als offenes Gesprächsangebot der Schulseelsorge an die Schüler. Daher gibt es keine vorher festgelegten Themen und keine Vorträge. Im Mittelpunkt stehen Fragen, welche die Schüler vor dem Hintergrund ihrer eigenen Lebenserfahrungen und Lebenserwartungen für wichtig halten.

In überschaubaren Gruppen von jeweils etwa 15 Schülern gab es am MGH die Gelegenheit, täglich zwei Schulstunden miteinander ins Gespräch zu kommen. Bei der Abschlussfeier in der Thomaskirche, die von den Schülern mitgestaltet wurde, konnten sich Organisatoren und Interessierte von der Wirkung der Woche überzeugen. In einer symbolischen Aktion fassten die Teilnehmer ihre Erlebnisse der Woche zusammen und präsentierten unter anderem ein Seil für den gewachsenen Zusammenhalt in der Gruppe und eine Uhr für die intensive Beschäftigung mit der Zukunft.

Die Rückmeldung an das Team der Religiösen Schulwoche fiel entsprechend deutlich aus. Neben großem Beifall der Schüler brachte Schulleiter Florian Rösner seinen Dank zum Ausdruck: „Für mich geht mit der Realisierung der Religiösen Schulwoche und der bei der Abschlussfeier gelebten Gemeinschaft unserer bunten und vielfältigen Schule ein Traum in Erfüllung."
Beim Bilanzgespräch zogen auch die Jugendlichen ein positives Fazit: „Eigentlich dachte ich, dass ich meine Freunde gut kenne. Aber in dieser Woche habe ich sie noch viel besser kennengelernt. So eine Woche sollte es öfter geben, weil wir uns über das echte Leben ausgetauscht haben", meinte einer. „Dieses Ergebnis hatten wir
uns gewünscht", so die Organisatoren Andreas Kappelmann und Christian Kettner, die sich nun dafür einsetzen, die nächste Religiöse Schulwoche am MGH schon im Jahr 2021 zu realisieren.

WA vom 24.01.2019