Hilfe aus dem eigenen Haus

2021 02 02a

Vier Kräfte des Märkischen Gymnasiums beantworten Fragen zum Distanzunterricht und helfen

Hamm-Westen – Nach leichten Startschwierigkeiten, die es allerdings an vielen Schulen gab, funktioniert auch an der größten Schule im Stadtbezirk Pelkum, dem Märkischen Gymnasium, der Distanzunterricht weitgehend. Zu dieser Einschätzung kam Schulleiter Florian Rösner zum Ende der ersten Unterrichtswoche, in der bis auf vier Schüler aus den beiden unteren Jahrgangsstufen – sie befinden sich in der Notbetreuung – alle von zu Hause aus lernen.

Ein wichtiges Instrument dabei sind die morgendlichen Videokonferenzen, bei denen es allerdings schon danach wenigen Tagen eine wichtige Änderung gegeben hat: Am MGH finden sie nicht mehr, wie an den ersten Tagen, über die Lernplattform IServ statt, sondern mithilfe des Anbieters Zoom. „Wir haben festgestellt, dass diese Verbindungen wesentlich stabiler sind“, argumentierte Rösner. Schon vor dem Lockdown habe man gute Erfahrungen mit Zoom-Konferenzen gemacht, beispielsweise anlässlich eines Gesprächs mit einer Holocaust-Überlebenden, die live aus Israel zugeschaltet war. Man werde aber weiter darauf achten, dass die Zoom-Konferenzen in dosierter Form stattfinden.

Sechs Stunden Videokonferenz am Stück seien keine Lösung, so Rösner. Die Aufgaben werde man weiterhin über IServ stellen. Und wenn es dann doch einmal Probleme mit den Konferenzen oder beim Distanzlernen via IServ gibt? Dann haben alle – Schüler, Eltern und auch Lehrer – die Möglichkeit, sich an die hauseigenen Experten zu wenden, die in der EDV sitzen. Das sind am MGH ein Informatiklehrer, ein Verwaltungsmitarbeiter, ein Lehrer, der die iPads aufbereitet, sowie ein Pädagoge, der eine „Affinität zu Computern hat“. „Ich denke, dass wir damit gut aufgestellt sind“, sagte Rösner. Dennoch ist das Lernen auf Distanz für die
Schule „ein ständiger Lernprozess“. „Wir sind alle noch nicht fertig,was das Online- Lernen angeht.“ Und das wird nach heutigem Stand noch mindestens bis Mitte Februar andauern. Ob die Schüler dann stufenweise zurückkehren können, hängt vom weiteren Verlauf der Pandemie ab. Die Sehnsucht nach dem Präsenz-Unterricht wächst jedenfalls auch bei Rösner von Tag zu Tag. Er würde sich freuen, seine Schüler schon bald wieder persönlich begrüßen zu können.

Westfälischer Anzeiger vom 21.01.2021 (stg)

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