Kooperation klappt auch auf Distanz

MGH und Stadtbüchereien entwickeln verschiedene Angebote

170321Hamm-Westen – Fast drei Monate, von Mitte Dezember bis Anfang März, waren die Stadtbüchereien Hamm für den regulären Publikumsverkehr geschlossen – auch ein Problem für die Schüler des Märkischen Gymnasiums, die in Pandemie-Zeiten ihre Facharbeiten schreiben und dafür nach Literatur recherchieren wollen. Doch die vergangenen Wochen haben gezeigt: Eine Kooperation zwischen der Schule und den Stadtbüchereien funktioniert auch auf Distanz. Insbesondere die Erfahrungen, die in den letzten Monaten mit den mehr als 170 Videokonferenzen pro Woche gemacht wurden, um die Schüler im Distanzunterricht zu betreuen, zahlen sich hier aus.

Denn: Zum ersten Mal auf Distanz fanden, inhaltlich von den Stadtbüchereien geplant und technisch durch das MGH betreut, mehrere Workshops zu digitaler Literaturrecherche und wissenschaftlichem Arbeiten statt. Dabei wurde insbesondere die Nutzung von Online-Enzyklopädien und Digitalen Bibliotheken praktisch erprobt. „Die so gefundene Fachliteratur konnte zunächst über die Stadtbüchereien bestellt und dann zu den Öffnungszeiten im Foyer abgeholt werden. Viele Schüler ließen sich in diesem Zusammenhang Benutzerausweise erstellen, die nicht nur die Leihe von Literatur, sondern demnächst hoffentlich auch wieder zur kostenfreien Nutzung der Gruppenräume für die gemeinsame Vorbereitung auf Klausuren und Prüfungen berechtigen“, so das Fazit der Beteiligten. Auch an anderer Stelle setzte die Schule auf Online-Angebote: Ecem aus der Klasse 6b beispielsweise hat das MGH im Februar beim Vorlesewettbewerb der Klassen 6 vertreten. Auch wenn sie mit ihrem Videobeitrag zu „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ den Sieg verfehlt hat, berichtete sie von viel Freude bei den Vorbereitungen und Spaß bei der Aufnahme. Mit Spannung wartet man in der Schule nun auf die Durchführung und vor allem die Romanauswahl des LeseHammers. Die Schule hofft zudem, dass bald auch wieder ein Ausleihbetrieb in der Schulbücherei am MGH starten kann, denn die Schüler sollen „möglichst schnell ihre gelesenen Bücher gegen neuen Lesestoff austauschen können“. Apropos: Die eigentlich für April 2020 geplante Eröffnung der großen Schulbücherei, die dann auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll, wurde auf den Herbst 2021 verschoben. „Wir haben viele Projekte in der Pipeline, die wir aufgrund der Pandemie verschieben mussten“, hofft Schulleiter Florian Rösner, dass es im Herbst klappt und man die neue Schulbücherei endlich auch der Öffentlichkeit vorstellen kann. Involviert ist unter anderem der Projektkurs der Q1, der aktuell über Videokonferenzen das weitere Lesejahr 2021 plant: Die offizielle Eröffnung der Schulbücherei steht bekanntlich noch aus, weitere Ideen für Veranstaltungen werden geschmiedet, die Bestandserfassung ist fast abgeschlossen und die Folierung der Bücher soll als Nächstes in Angriff genommen werden. In diesem Zusammenhang erhoffen sich die Beteiligten in den nächsten Wochen und Monaten nach Wiedereröffnung von Schule und Bibliothek Tipps und Unterstützung vom fachkundigen Team der Stadtbüchereien sowie einen regen Austausch. Mit Blick auf die kommenden Jahre sind sich die Lehrer Nina Böhnke, Christoph Dröge, Christian Kettner, Dörte Reinecke (alle MGH) sowie Christian Hüttemann (Stadtbüchereien) einig: Für die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge bleibt der Zugang zu Literatur – in analoger oder eben jetzt verstärkt in digitaler Form – auch und gerade in Pandemie-Zeiten unverzichtbar, sei es zum Verfassen wissenschaftlicher Texte oder zum reinen Lesevergnügen.

WA vom 17.03.2021

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