Märkisches und Heckmann kooperieren

Ingenieurberufe sollen Schülern schmackhaft gemacht werden

VON STEFAN GEHRE

Hamm-Westen – Jungen Menschen den Beruf des Vermessungs- oder Bauingenieurs schmackhaft machen: Das ist das Ziel einer langfristigen Kooperation des Märkischen Gymnasiums (MGH) mit der Firma Heckmann. Der entsprechende Vertrag wurde in dieser Woche von Schulleiter Florian Rösner und Dipl.-Bauingenieur Martin Karnein, Geschäftsführender Gesellschafter bei Heckmann, unterzeichnet.

23092021Heckmann

Kooperation perfekt: Im Beisein von Georg Schimmel (hinten, von links). Sabrina Faust und Shenad Osmani unterzeichnen Schulleiter Florian Rösner und Heckmann -Chef Martin Karneln den Kooperationsvertrag.

Nach der Martin-Luther-Schule, der Albert-Schweitzer-Schule, der Sophie-Scholl-Gesamtschule (alle Hamm) und der Sekundarschule in Drensteinfurt ist das MGH das erste Gymnasium, mit dem Heckmann kooperiert. Wie Karnein sagte, benötige das Baugewerbe nicht nur Facharbeiter, sondern auch Ingenieure. Ohne sie könne keine Straße, kein Haus und keine Fabrik gebaut werden. Die Branche biete, wie Karnein sagte, gute Ausbildungsmöglichkeiten. Junge Menschen könnten zum Beispiel ihre dreijährige Ausbildung zum Facharbeiter absolvieren und parallel studieren. Nach zwei weiteren Semestern könnten sie dann ihren Bachelor machen.
Die beiden Partner haben schon etliche Ideen, wie die künftige Kooperation gestaltet werden kann. Karnein, Rösner sowie dessen Kollegen Georg Schimmel und Jens Hieronymus schweben unter anderem Praktika von MGH-Schülern bei Heckmann vor. Interessierte werden zudem die Gelegenheit bekommen, am Berufsbildungstag bei Heckmann teilzunehmen. Dort könnten sie sich dann nicht nur über das Berufsbild informieren, sondern auch mit Studierenden sprechen, so Karnein. Ebenfalls geplant seien Besuche am MGH. So wolle man beispielsweise an praktischen Beispielen im Mathematik- oder Physikunterricht Themen wie die Vermessungstechnik erläutern, so der Dipl.-Ingenieur. „Oder insgesamt darlegen, was es heißt, Unternehmer zu sein.“
Die Weichen für die Kooperation hatten Schule und Unternehmen schon vor längerer Zeit gestellt und unter anderem die damalige Baustelle von Autohaus Senger an der Dortmunder Straße in Herringen mit Schülern besucht. Pandemie-bedingt wurden Aktionen danach aber ausgebremst. Daher sei der Kooperationsvertrag auch erst jetzt unterzeichnet worden, so der Schulleiter. Durch die Kooperation mit Heckmann könnten jungen Menschen neue, interessante Berufsfelder aufgezeigt sowie Theorie und Praxis zusammengeführt werden, damit spielte er auf die Praktika an. Ein Schüler habe sich schon bei Heckmann beworben. Diesen Weg wolle man jetzt gemeinsam weitergehen, sprach auch er von einer Win-win-Situation.

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