Religiöse Schulwoche 2019 wieder am MGH

thumb rswIn der Zeit vom 14.01. – 18.01.2019 findet am Märkischen Gymnasium in Hamm nach fünf Jahren Wartezeit wieder eine Religiöse Schulwoche statt.

Beginnend mit Montag, den 14.01.2019, sind elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der evangelischen und katholischen Kirche für eine Woche an der Schule. Zusammen mit ca. 300 Schülerinnen und Schülern der Stufen EF und Q1 werden sie über Lebens- und Glaubensfragen nachdenken. Über den genauen Ablauf wird am ersten Schultag nach den Ferien (Montag, 07.01.2019) bei kurzen Stufenversammlungen informiert.

Die Religiöse Schulwochenarbeit versteht sich als offenes Gesprächsangebot der Schulseelsorge an die Schülerinnen und Schüler. Daher gibt es keine vorher festgelegten Themen und keine Vorträge. Im Mittelpunkt stehen Fragen, welche die Schülerinnen und Schüler auf dem Hintergrund ihrer eigenen Lebenserfahrungen und Lebenserwartungen für wichtig halten - und damit die Frage, was dem Leben Sinn gibt.

In überschaubaren Gruppen mit ca. 15 Schülerinnen und Schülern ist Gelegenheit, während der Schulzeit - also unter „Alltagsbedingungen" - täglich zwei Schulstunden miteinander ins Gespräch zu kommen. In der übrigen Zeit findet regulärer Schulunterricht statt. Zum Abschluss findet am Freitag, den 18.01.2018 in der benachbarten Ev. Thomaskirche eine Abschlussfeier statt, zu der auch Eltern, Lehrer/innen und Interessierte eingeladen sind.

Erfahrungsbericht einer Schülerin aus der letzten Religiösen Schulwoche aus dem Jahr 2014:

"Viele standen dem Projekt sehr skeptisch gegenüber, da ihnen nicht gänzlich bewusst war, was sie erwartete. Wenn man den Namen „Religiöse Schulwoche" hört, dachten viele an langweilige Aufklärung über Religionen, etwas, was sie schon hundertmal gehört hatten. Doch schon in der ersten Doppelstunde wurden sie vom Gegenteil überzeugt. Es ging nicht hauptsächlich um Religion, sondern darum, Themen zu besprechen, die uns SchülerInnen wichtig sind, welche allerdings in der Schule leider keinen Platz finden. Somit durften wir selbst bestimmen worüber wir reden wollten. Die GruppenleiterInnen machten uns schnell klar, dass „nichts den Raum verlassen" würde und sie nicht in Kontakt mit unseren LehrerInnen ständen. Alle Gruppen nutzten ihre Zeit unterschiedlich, je nachdem, was ihnen wichtig war. Es ging von einer Traumreise, über religiöse Spiele, bis hin zu Fragebögen zur Selbst- und Fremdeinschätzung, die uns zum Nachdenken anregen sollten. Unter anderem Fragen wie: „Was möchtest du in deinem Leben erreichen?", „Womit kann man dich begeistern?", „Wovor hast du Angst?", „Welche Menschen beeinflussen dich?" oder „Was sind glückliche Erinnerungen aus deiner Vergangenheit?" Alles wichtige Fragen, für die wir in unserem normalen, stressigen Schulalltag keine Zeit haben oder die wir mit niemandem besprechen können."